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Entlastung für Kleinstbetriebe: Gesetzgeber lockert Bilanzpflicht

Dieser Aufwand erscheint den Abgeordneten unverhältnismäßig hoch: Bislang müssen auch noch so kleine Kapitalgesellschaften ihre Jahresbilanzen vor aller Öffentlichkeit ausbreiten. Ein neues Gesetz macht damit Schluss. Für die betroffenen Betriebe gilt künftig eine großzügige Ausnahmeregelung.

Nach der Sitzung: Das leere Plenum des Deutschen Bundestags.
Nach der Sitzung: Das leere Plenum des Deutschen Bundestags.(Foto: dpa)

Nach Personengesellschaften und Einzelkaufleuten werden auch kleine Kapitalgesellschaften bei der Bilanzierung entlastet. Der Bundestag verabschiedete am späten Donnerstagabend ein Gesetz, wonach Kleinstbetriebe ihre Jahresabschlüsse künftig nicht mehr veröffentlichen müssen, sondern sie einfach bei der zuständigen Behörde hinterlegen können.

Darüber hinaus dürfen sie bei der Aufstellung ihrer Bilanz auf einen Anhang verzichten. Die jährliche Entlastung für die Wirtschaft soll sich Schätzungen zufolge auf immerhin 36 Mio. Euro summieren.

Als Kleinstbetriebe gelten Kapitalgesellschaften mit höchstens zehn Beschäftigten sowie einem Jahresumsatz von weniger als 700.000 Euro oder einer Bilanzsumme von unter 350.000 Euro.

Vor drei Jahren waren bereits Personengesellschaften und Kaufleute, die sich in ähnlichen Größenordnungen bewegen, von Bilanzierungs- und Buchführungspflichten befreit worden. Der deutsche Gesetzgeber setzt damit eine entsprechende EU-Richtlinie um.

Quelle: n-tv.de

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