Ratgeber

Nicht vorschnell löschen: Grundschuld kann nützlich sein

Wer die Grundschuld behält, sollte sich von der Bank eine Verzichtserklärung ausstellen lassen.
Wer die Grundschuld behält, sollte sich von der Bank eine Verzichtserklärung ausstellen lassen.(Foto: Thorben Wengert, pixelio.de)

Der Leitzins ist gestiegen, doch Baugeld bleibt günstig, derzeit liegt das Niveau kaum höher als noch vor einem Jahr. Immobilienbesitzer können das nutzen – auch wenn sie ihr Hypothekendarlehen zurückgezahlt haben. Viele Hausbesitzer besiegeln die letzte Ratenzahlung, indem sie anschließend die Grundschuld löschen lassen. Das kostet einige hundert Euro und ist im Grunde überflüssig. Stilllegen ist meistens die bessere Alternative.  

Dann nämlich kann man die Grundschuld bei Bedarf einfach wieder reaktivieren und so den Kreditspielraum neu nutzen. Das lohnt sich, wenn Modernisierungsmaßnahmen oder größere Reparaturen anstehen oder An- und Umbauten vorgenommen werden sollen. Hypothekendarlehen gibt es derzeit zu effektiven Zinsen von rund vier Prozent, Ratenkredite sind wegen der geringeren Sicherheit oft deutlich teurer.

Was viele nicht wissen: Die Verwendung einer Hypothek ist nicht an das Eigenheim gebunden. Geld gibt es grundsätzlich für jeden Zweck. Laut Bundesverband deutscher Banken ließen sich auch ein neues Auto oder neue Möbel mit günstigen Hypothekenzinsen finanzieren - allerdings nur bei der Bank, bei der die alte Grundschuld lief. Zudem ist die Stilllegung nicht bei allen Banken möglich. Manche verlangen die Löschung, weil sie den Verwaltungsaufwand, den der Eintrag beim Grundbuchamt mit sich bringt, scheuen.

Baugeld-Vergleich

Bilderserie
Video

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen