Ratgeber

Wider die Karies: Gute Zahnpasta ist nicht teuer

Das Angebot ist kaum überschaubar. Zahnpasten finden sich in Drogerien und Supermärkte in Hülle und Fülle. Doch nicht jedes Produkt ist für alle Zahntypen geeignet. Stiftung Warentest hat 20 Zahnpflegecremes untersucht.

Auf die richtige Zahnpasta kommt es an - und die muss der Stiftung Warentest zufolge nicht teuer sein.
Auf die richtige Zahnpasta kommt es an - und die muss der Stiftung Warentest zufolge nicht teuer sein.

Schon für 39 Cent pro Tube gibt es eine gute Zahnpasta hat "Stiftung Warentest" (Ausgabe 3/2013) ermittelt. Verbraucher sollten allerdings darauf achten, dass der Wirkstoff Fluorid enthalten ist und das Produkt den für die Zähne richtigen Abrieb bietet.

Fluorid stärkt den Zahnschmelz und beugt damit Karies vor. Etwa 95 Prozent der in Deutschland verkauften Zahncremes sind fluoridhaltig. Die Wirksamkeit ist belegt – Fluorid hilft, der Zahnoberfläche Mineralien zurückzugeben und sie so zu remineralisieren. Die Zähne werden dadurch widerstandsfähiger gegen Säuren, was wiederum Karies verhindern kann.

Fluorid ist allerdings umstritten und gilt bei Kritikern, die vor allem in der ganzheitlichen Medizin zu finden sind, als giftig oder gar krebserregend. Doch Finanztest gibt Entwarnung: In den üblichen aufgenommenen Mengen stellt Fluorid keine Gefahr dar. Und auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser konnte kein Zusammenhang zwischen einem erhöhtem Krebsrisiko und der Aufnahme des Stoffes festgestellt werden.

Putzkörper in den Produkten helfen, Verfärbungen durch Nahrungs- und Genussmittel zu entfernen. Je nach Art reiben sie mehr oder weniger stark ab – sie schmirgeln die Zähne regelrecht sauber. Dieser sogenannte Abrieb ist abhängig von Art und Menge der enthaltenen Putzkörper.

Weitere Schäden vermeiden

Wer freiliegende Zahnhälse hat, sollte aber eine Zahnpasta mit niedrigem Abrieb wählen. Das empfindliche Zahnbein ist sonst den Putzkörpern schutzlos ausgeliefert. Dies gilt auch bei Rillen oder Furchen an den Zahnhälsen. Schuld an derlei Schäden ist zumeist die falsche Putztechnik. Eine Zahnpasta mit hohem Abrieb empfiehlt sich der Stiftung Warentest zufolge nur bei unempfindlichen Zähnen ohne Schäden.

Aber egal, welcher Abrieb am passendsten für die Zähne ist - in allen Produktgruppen konnten preiswerte Zahnpasten überzeugen. Mit Werbeaussagen hingegen geizen zumeist weder teure noch preiswerte Produkte. Loben Anbieter einen Schutz zum Beispiel gegen Plaque aus, sollte der entsprechende Wirkstoff – hier Zinksalz - auch enthalten sein. In Hinblick auf den Kariesschutz wurde dies dem Lavera Neutral Zahngel, der Sante Dental med Zahncreme Myrre und dem Ajona Medizinisches Zahncremekonzentrat zum Verhängnis. Die Produkte enthielten alle kein Fluor und bieten so keinen Schutz. Die Konsequenz ist die Testnote "mangelhaft".

Die mit "sehr gut" bewertete Zahnpasta Dentalux Complex 3 Mint Fresh von Lidl bietet den höchsten Abrieb. Sie kostet 39 Cent pro 125 Milliliter. "Sehr gute" Produkte mit mittlerem Abrieb sind Perlodent Med von Rossmann (40 Cent/125 ml), Colgate Total Original (1,65 Euro/75 ml), Elmex Kariesschutz (2,99 Euro/75 ml) und Meridol Zahnpasta (3,20 Euro/75 ml). Mit "gut" das beste Produkt mit niedrigem Abrieb ist Eurodont Aktiv Fresh von Aldi Nord (39 Cent/125 ml).

Doch ungeachtet des gewählten Produktes weist Stiftung Warentest darauf hin, dass es beim Zähneputzen auch auf die richtige Technik ankommt. Hier kann der Zahnarzt auf Nachfrage weiterhelfen.

Quelle: n-tv.de

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