Ratgeber

Strategien für das Festgeld: Hier gibt es die meisten Zinsen

Schwierige Zeiten für die Geldanlage. Wer sich nicht an den Aktienmarkt traut, sondern auf Sicherheit setzt, hat es schwer. Wenig verlockend sind die Angebote der Banken. Warentest weiß hingegen, wo es beim Festgeld noch etwas zu holen gibt und wie lange man anlegen sollte.

(Foto: imago stock&people)

Die Gemengelage ist unübersichtlich. In den USA steigen die Zinsen, in Europa herrscht hingegen Stagnation. Die Frage nach der Zinsentwicklung in Europa wird von den Finanzauguren uneinheitlich beurteilt. Die einen halten noch niedrigere Zinsen für möglich, andere hingegen sehen die Renditen steigen. Das macht es dem Anleger nicht leichter, sich bei der Geldanlage zu positionieren. Für denjenigen, der dennoch auf Festgeld setzen möchte, hat die Stiftung Warentest entsprechende Angebote parat. Und auch für die Dauer der Anlage gibt es entsprechende Empfehlungen.

Wer sich beispielsweise nur für nur ein Jahr festlegen möchte, kann bei der britischen Online-Bank FirstSave 1,5 Prozent Zinsen kassieren und muss sich auch hinsichtlich der Einlagensicherung keine Sorgen machen. Für eine Anlagedauer von zwei Jahren gibt es bei den attraktivsten Offerten auch keine höheren Zinsen. Wer mehr rausholen möchte, muss sich deutlich länger festlegen. Die österreichische VTB Direktbank und die französische Credit Agricole Consumer Finance bieten 1,8 Prozent Zinsen bei einer vierjährigen Laufzeit.

Von längeren Laufzeiten raten die Tester ob einer möglichen Zinswende ab. Zudem gibt es für ein fünfjähriges Festgeld auch nicht mehr Geld, als für eine vier Jahre andauernde Bindung. Wer sein Geld satte zehn Jahren festanlegt, bekommt gerade einmal 2,25 Prozent. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Zinsniveau innerhalb dieser Zeitspanne deutlich steigt, ist nicht nur theoretisch denkbar. Daneben liegen könnten aber auch Sparer, die für vier Jahre ihr Erspartes festlegen, während die Zinsen bereits nach zwei Jahren steigen. Eine Option könnte ein dreijähriges Festgeld sein. Bei der Credit Agricole Consumer Finance gibt es hierfür 1,7 Prozent. Stagnieren die Zinsen bis zum Jahr 2020 hätte der Anleger natürlich Geld verschenkt. Er bräuchte dann für das vierte Jahr schon eine Anlage von 2,1 Prozent, um den Verlust wettzumachen.

Mit dem Zinsrechner von Stiftung Warentest kann ermittelt werden, welcher Zins benötigt wird, um mit zwei kurzfristigen Geldanlagen dieselbe Rendite zu erzielen wie mit einer längerfristigen.

Eindeutiger fallen die Empfehlungen beim Thema Sicherheit aus. Nationalen Sicherungssystemen wie denen Portugals, Griechenlands oder Bulgariens trauen die Tester nicht über den Weg. Empfohlen werden nur Festgeldangebote aus Großbritannien, Luxemburg, Frankreich, den Niederlanden, Österreich und Schweden. Deutschland findet sich allerdings nicht bei den Empfehlungen, was aber allein daran liegt, dass es hierzulande keine attraktiven Angebote für Zinsjäger gibt.

Die besten Festgeldangebote

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Quelle: n-tv.de

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