"Üble Nachrede": Hipp nimmt Tee aus Sortiment
Wenn die Verbraucherorganisation Foodwatch ein Produkt kritisiert, findet das große Aufmerksamkeit. Um so mehr, wenn es sich um Lebensmittel für Kinder handelt. Das Unternehmen Hipp zieht nun die Konsequenz aus einer entsprechenden Beurteilung.
Der Babykost-HerstellerHipp nimmt nach Medien-Informationen seine zuckerhaltigen Instant-Tees vom Markt.Er reagiere damit auf einen Streit mit der Verbraucherorganisation Foodwatch, berichteteder "Tagesspiegel". "Wir haben das Produkt eingestellt, und ab Novembergibt es einen neuen zuckerfreien Tee", zitiert das Blatt Firmenchef Claus Hipp.Das im bayerischen Pfaffenhofen ansässige Unternehmen war für eine Stellungnahmenicht erreichbar.
Foodwatch hatte den Zuckergehaltin den Tees kritisiert und Hipp im Sommer den "Goldenen Windbeutel" fürden größten Etikettenschwindel des Jahres verliehen. Obwohl Hipp den Tee jetzt nichtmehr anbietet, halte der Unternehmer die Kritik der Verbraucherschützer für ungerechtfertigt,schreibt das Blatt.
Der Zuckergehalt in denTees habe in etwa dem einer Apfelschorle entsprochen, die aus zwei Teilen Wasserund einem Teil Saft gemischt worden sei. Man habe die Verbraucher aber nicht verunsichernwollen, erklärte Hipp seinen Schritt. "Die üble Nachrede ist immer stärkerals der Werbeaufwand".
Die Verbraucherschützerhatten im Mai kritisiert dass die Instanttees "Früchte","Waldfrüchte" und "Apfel-Melisse" von Hipp pro 200-Milliliter-Tasseumgerechnet zweieinhalb Stück Würfelzucker enthalten. Empfohlen für Kleinkinderseien hingegen nur ungesüßte Getränke. "Zuckergranulat mit Wasser aufgegossen:Eltern ein solches Produkt für Kleinkinder zu empfehlen ist unverantwortlich",kritisierte Oliver Huizinga von Foodwatch damals . Es passe "in keiner Weisezu dem Anspruch von Hipp, kindgerechte und gesunde Produkte anzubieten".
Quelle: n-tv.de


