Ratgeber

Umfrage zur AltersvorsorgeJeder Zweite unterversichert

18.08.2008, 13:38 Uhr

Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) zwischen 18 und 59 Jahren verfügt einer repräsentativen Umfrage zufolge nach eigener Einschätzung über keine ausreichende Altersvorsorge.

Gut jeder zweite Bundesbürger (52 Prozent) zwischen 18 und 59 Jahren verfügt einer repräsentativen Umfrage zufolge nach eigener Einschätzung über keine ausreichende Altersvorsorge. Wie das Marktforschungs- und Beratungsinstitut psychonomics mitteilte, rechnet ein Drittel der schon über 50-Jährigen mit "spürbaren Einschränkungen" des Lebensstandards. Insgesamt wurden 1500 Bundesbürger von 18 bis 59 Jahren befragt.

Jeder Dritte gab an, sich bisher kaum mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigt zu haben. Vor allem Jüngere verdrängten das Thema, und dies mit steigender Tendenz. Während die Zahl der Uninformierten unter den 18- bis 35-Jährigen im Jahr 2005 bei 48 Prozent gelegen habe, seien es zurzeit sogar 54 Prozent. Klassische Formen der Altersvorsorge werden den Angaben zufolge oft als zu starr, zu komplex oder als zu renditeschwach bewertet.

Frauen sorgen mehr vor

Die Frauen in Deutschland sorgen heute mehr privat für das Alter vor als noch vor fünf Jahren. So sagen inzwischen 55,7 Prozent, das Sparen für den Ruhestand stehe für sie bei der Vorsorge an erster Stelle - vor fünf Jahren sagten das erst 44,7 Prozent. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage von TNS Infratest hervor. Die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit (16,8 Prozent), die Vorsorge für den Pflegefall (14,8 Prozent) und der Eigenheimerwerb (10,3 Prozent) standen bei deutlich weniger Befragten an erster Stelle.

Rund 14 Prozent sorgen gar nicht privat für den Ruhestand vor. Annähernd 30 Prozent stecken zwischen einem und 5 Prozent ihres Einkommens in eine zusätzliche Altersvorsorge, weitere 30 Prozent geben 6 bis 10 Prozent ihres Einkommens aus, heißt es. In Auftrag gegeben hat die Erhebung der Finanzdienstleister Delta Lloyd Deutschland in Wiesbaden. Für die Studie wurden im Juli rund 1000 Frauen zwischen 18 und 50 Jahren befragt.