Ratgeber

Tipps zum Jahresende: Jetzt noch Steuervorteile für 2014 sichern

Auch wenn das Jahr schon fast gelaufen ist: Steuerzahler können auch noch in den letzten Wochen die Beträge drücken. "Finanztest" erklärt, welche kurzfristigen Ausgaben sich bezahlt machen und wo Steuern zu sparen sind.

(Foto: imago/McPHOTO)

Steuer­pflichtige sollten kurz vor dem Jahres­wechsel über­legen, welche Ausgaben sie beim Finanz­amt für das Jahr 2014 und welche für 2014 abrechnen können. Dabei gilt es, Frei­beträge und Pauschalen sinn­voll auszunutzen. "Finanztest" gibt einen Überblick, durch welche Maßnahmen die Steuer noch in diesem Jahr deutlich gesenkt werden kann. Dazu sollten bisher getätigte Ausgaben geprüft werden.

Handwerkerkosten

Arbeits-, Fahrt- und Maschinenkosten (inklusive Umsatzsteuer) werden bei Arbeiten im Haushalt mit bis zu 6000 Euro im Jahr vom Finanzamt mit 20 Prozent Steuerrabatt berücksichtigt. Wer bisher weniger ausgegeben hat, aber noch das Wohnzimmer streichen lassen möchte, sollte dies noch in diesem Jahr tun. Sind die 6000 Euro bereits "verbraucht", sollte erst im nächsten Jahr frische Farbe an die Wände.

Haushaltshilfen

20.000 Euro beträgt der Höchstbetrag, den das Finanzamt für Haushaltshilfen wie Gärtner, Fensterputzer oder Putzfrauen anerkennt. Auch hier gibt es 20 Prozent Steuerermäßigung (maximal 4000 Euro).

Kinderbetreuung

Maximal 6000 Euro pro Kind können für die Betreuung für Kinder unter 14 Jahren geltend gemacht werden. Zwei Drittel der Kosten für Kinderfrau, Tagesmutter oder Kindergarten gelten als Sonderausgaben.

Quelle: Finanztest
Quelle: Finanztest

Ausgaben für die Gesundheit

Selbst bezahlte Medikamente, ärztliche Behandlungen oder medizinische Therapien können als außergewöhnliche Belastungen abgesetzt werden. Wie hoch die selbst zu zahlenden, zumutbaren Belastungen für die entsprechenden Einkommensklassen sind, ist der Tabelle von "Finanztest" zu entnehmen.

Unterhalt für Angehörige

Auch Zahlungen an Ex-Partner oder Angehörige können als außergewöhnliche Belastungen in Höhe von 8354 Euro geltend gemacht werden. Handelt es sich um Unterhalt für einen Ex-Gatten/in oder gesetzlichen Ex-Partner, sind es bis zu 13.805 Euro.

Spenden

Wer Geld an steuerbegünstigte Organisationen spendet, kann diese in voller Höhe als Sonderausgabe geltend machen. Übersteigt der Spendenbetrag 20 Prozent der Gesamteinkünfte, wird der Rest auf das Folgejahr übertragen.

Arbeitnehmer

Das Finanz­amt erkennt auto­matisch für jeden Arbeitnehmer pro Jahr 1000 Euro an Werbungs­kosten an - auch dann, wenn der Beschäftigte weniger für seinen Beruf ausgegeben hat. Viele Arbeitnehmer kommen aber deutlich über diese Pauschale, zum Beispiel durch Angabe der Kosten für den Arbeitsweg, berufliche Weiterbildung oder Belastungen durch einen beruflich bedingten Umzug.

Quelle Finanztest
Quelle Finanztest

Auch Ausgaben für Arbeitsmittel wie Büromaterial und Möbel, Computer, Aktentasche und Fachbücher lassen sich absetzen. Allerdings erkennt das Finanzamt die Kosten je Arbeitsmittel nur bis zum vollen Preis von 487,90 Euro sofort an. Was inklusive Umsatzsteuer darüber liegt, muss über die Jahre der der Nutzungsdauer abgeschrieben werden ( Beispiel: Notebook 3 Jahre, Büromöbel 13 Jahre).

Auch die Kosten einer beruflich bedingten Haushaltsführung lassen sich bis zu 12.000 Euro absetzen. Wie hoch die steuerliche Entlastung für die entsprechenden Einkommensklassen sind, ist der Tabelle von "Finanztest" zu entnehmen.

Freistellung von Kapitalerträgen

Alleinstehende Anleger können Kapitaleinnahmen in Höhe von 801 Euro von der Abgeltungssteuer freistellen. Bei Eheleuten und in gesetzlichen Lebenspartnerschaften lebenden Personen sind es bis zu 1602 Euro.

Verluste

Haben Bankkunden Wertpapiere in diesem Jahr mit Verlust verkauft, können sie diese noch bis 15. Dezember durch die Beantragung einer Verlustbescheinigung mit Gewinnen bei einem anderen Institut verrechnen lassen. Werden Gewinne und Verluste bei derselben Bank erzielt, erfolgt die Verrechnung automatisch. Alternativ können Verluste auch mit ins nächste Jahr genommen und dann mit Gewinnen verrechnet werden.

Vorsorge

Alle, die kurz vor Ende des Jahres noch eine Riester-, Rürup- oder Betriebs­rente abschließen, können von Steuer­vorteilen profitieren. Sparer solcher Produkte werden staatlich unterstützt. Die jeweils volle Förderung gibt es auch dann, wenn der Vertrag erst im Dezember abge­schlossen wird.

Quelle: n-tv.de

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