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(Foto: imago stock&people)

Verkehrsrowdy wird sanktioniert: Kein Lappen? Keine Autos!

Mindestens 20-mal ist ein junger Mann in einem seiner Autos unterwegs, ohne überhaupt einen Führerschein zu besitzen. Da er sich bei seinen verbotenen Spritztouren gleichermaßen rücksichtslos wie unbelehrbar zeigt, sind seine Fahrzeuge nun weg.

Irgendwann hat es der Polizei einfach gereicht. Nachdem ein 18-Jähriger in mindestens 20 Fällen Auto gefahren ist, ohne einen Führerschein zu besitzen, stellte sie seine zwei PKW sicher. Damit kann der Mann diese dauerhaft nicht nutzen.

Dieser Maßnahme vorausgegangen war eine Serie von Rechtsverstößen im Rahmen des verbotenen Fahrens ohne Führerschein. So hatte sich der junge Mann polizeilichen Kontrollen wiederholt durch Flucht entzogen. Bei den anschließenden Verfolgungen kam es zu erheblichen Geschwindigkeitsüberschreitungen und Rotlichtverstößen, gefährlichen Eingriffen in den Straßenverkehr und Gefährdungen des Straßenverkehrs durch rücksichtsloses Verhalten und Nötigungen. Diverse Versuche vonseiten der Polizei, eine Verhaltensänderung bei dem Verkehrsrowdy herbeizuführen, blieben ohne Erfolg.

Schließlich wusste sich die Ordnunghüter nicht anders zu helfen, als sowohl den BMW als auch den Nissan des Unbelehrbaren sicherzustellen. Was dieser allerdings für unverhältnismäßig hielt und Klage gegen die Maßnahme erhob.

Bei den Richtern des Verwaltungsgerichts Köln traf er mit seinen Überlegungen jedoch auf wenig Verständnis.  Denn laut Gericht handelt es sich bei ihm um einen Intensivtäter im Bereich der Straßenverkehrsdelikte. Er sei offenkundig nicht in der Lage, sein Verhalten eigenständig zu kontrollieren, um sich regelkonform zu verhalten. Die dokumentierten Taten belegten, dass der Antragsteller regelmäßig in ganz besonders enthemmter und rücksichtsloser Weise mit einem Auto im Straßenverkehr agiere und mit dieser Fahrweise schwerste Verletzungen und auch den Tod anderer Menschen in Kauf nehme. Andere Maßnahmen hätten den Antragsteller nicht zu einer Verhaltensänderung veranlasst. Die Sicherstellung der Fahrzeuge sei deshalb erforderlich, um eine erhebliche gegenwärtige Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer abzuwenden (Az.: 20 L 3178/16).  

Quelle: n-tv.de

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