Ratgeber
Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für jedes weitere Kind 223 Euro. 
Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für jedes weitere Kind 223 Euro. (Foto: imago/McPHOTO)
Donnerstag, 27. April 2017

Kohle für den Nachwuchs: Kindergeld nur noch 6 Monate rückwirkend

Frischgebackene Eltern haben meist dringlicheres zu tun, als sich um Formalitäten zu kümmern. Wenn sie allerdings finanzielle Unterstützung vom Staat für ihren Nachwuchs bekommen möchten, müssen sie sich zukünftig ran halten.

Hurra, das Kind ist da und es gibt auch noch finanzielle Unterstützung vom Staat. Allerdings sollten sich Eltern bei der Beantragung des Kindergeldes in Zukunft nicht allzu viel Zeit lassen. Denn wurde dies bisher auch rückwirkend bis zu vier Jahre nach Entstehen des Anspruchs gezahlt, soll die Leistung in Zukunft nicht mehr für mehrere Jahre rückwirkend gezahlt werden können. Vielmehr sieht eine geplante Neuregelung der Bundesregierung vor, dass Kindergeld nur noch sechs Monate rückwirkend ausgezahlt werden kann. Wer sich länger mit dem Antrag Zeit lässt, erhält nur die laufenden Zahlungen.

Die Bundesregierung begründet dies damit, das die Kindergeldzahlung im laufenden Kalenderjahr das Existenzminimum sicherstellen soll. Hierfür sei eine mehrjährige Rückwirkung nicht erforderlich, da Anträge auf Kindergeld "regelmäßig zeitnah" gestellt würden. Tatsächlich geht es aber wohl auch darum, betrügerisches Verhalten zu reduzieren. Ab wann genau die Neuregelung in Kraft treten soll, ist bisher nicht bestimmt.    

Beim Kindergeld handelt es sich um eine Sozialleistung des Staates. Diese soll Eltern als finanzielle Unterstützung dienen und dabei helfen, ihre Kinder großzuziehen. Anspruchberechtigt ist jeder, der ein Kind in seinem Haushalt aufzieht und das Sorgerecht hat. Dazu muss das Kindergeld bei der zuständigen Familienkasse schriftlich beantragt werden. Wichtig ist es, neben den entsprechenden Dokumenten für Eltern und Kind dem Amt auch die Steuer-Identifikationsnummer des Nachwuchses mitzuteilen, ansonsten wird die Zahlung verweigert. Hierdurch soll sichergestellt werden, dass das Kindergeld für jedes Kind tatsächlich nur einmal ausgezahlt wird und keine ungerechtfertigten Auszahlungen ins Ausland vorgenommen werden.

Und auch wenn Eltern nach der Geburt ihres Kindes eigentlich wichtigeres zu tun haben als Behördengänge zu erledigen, sind diese unerlässlich. Denn der neue Mensch muss ordentlich gemeldet und registriert werden.

Derzeit erhalten Eltern für das erste und zweite Kind je 192 Euro, für das dritte Kind 198 Euro und für jedes weitere Kind 223 Euro. 

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen