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Steuersoftware "vergisst" Fragen : Korrektur nicht möglich

Schlampt der Steuerberater, lässt sich das auch nicht im Nachhinein verbessern.
Schlampt der Steuerberater, lässt sich das auch nicht im Nachhinein verbessern.(Foto: Klicker, pixelio.de)

Wer seine Steuererklärung mit einem Computerprogramm macht, muss auch das Risiko von Fehlern tragen. Das hat das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden. Die Justizbehörde wies die Klage eines Mannes ab, der nachträglich rund 4000 Euro für die Kinderbetreuung absetzen wollte. Seine Steuersoftware habe ihn nicht nach den Kosten gefragt, er habe sie "aufgrund der verwirrenden Steuervorschriften" nicht geltend gemacht. Das Finanzamt lehnte die Änderung ab - zu Recht, wie das Finanzgericht in Neustadt an der Weinstraße nun entschied (Az.: 3 K 2674/10).


Der Kläger hatte angegeben, sein Computerprogramm habe ihm nicht automatisch das Steuerformular angezeigt, sondern durch ein eigenes Menü geführt. Nach Ansicht der Justizbehörde trifft den Mann trotz eines möglichen Fehlers grobes Verschulden. Im amtlichen Formular werde ausdrücklich nach Kinderbetreuungskosten gefragt, in der Anleitung würden Details erläutert. Habe ein Programm nicht alle Funktionen wie die amtlich bereitgestellte Steuersoftware, "habe der Steuerpflichtige das Risiko einer fehlenden Fragestellung zu tragen". Finanzämter könnten mögliche Software-Fehler demnach wie Fehler von Steuerberatern werten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

Quelle: n-tv.de

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