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Nur die Haustierbetreuung in den eigenen vier Wänden kann als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht werden.
Nur die Haustierbetreuung in den eigenen vier Wänden kann als haushaltsnahe Dienstleistung geltend gemacht werden.(Foto: picture alliance / dpa)

Steuererklärung 2015: Kosten für Haustierbetreuung absetzbar

Steuerzahler aufgepasst: Für das Jahr 2015 gibt es ein paar Neuerungen, die sich für manchen lohnen können. Haustierbesitzer, Rürup-Sparer und Auszubildende sollten ganz genau hinschauen.

Steuerzahler müssen langsam aber sicher anfangen, sich mit ihrer Steuererklärung für das abgelaufene Jahr zu befassen. Zwar haben sie dafür noch bis 31. Mai Zeit, aber das Einsammeln der Bescheinigungen und Dokumente kann dauern und sollte rechtzeitig beginnen. Dabei gibt es für das Steuerjahr 2015 einige Neuerungen zu beachten:

Der Grundfreibetrag steigt

Für das vergangenen Jahr hat sich der allgemeine steuerfreie Grundfreibetrag auf 8472 Euro erhöht. Er deckt das Existenzminimum ab und wird vom Staat nicht angetastet. Nur wer mehr verdient, muss Steuern zahlen. Wichtig ist diese Grenze vor allem auch für Rentner: Sie müssen immer dann eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen, wenn ihre gesamten steuerpflichtigen Einkommen höher ausfallen als der aktuelle Freibetrag.

Mehr haushaltsnahe Dienstleistungen

Der Fachzeitschrift "Finanztest" zufolge hat der Bundesfinanzhof erneut die Palette an steuerlich anrechenbaren "haushaltsnahen Dienstleistungen" erweitert, die Mieter und Wohnungseigentümer geltend machen können. Nun zählen auch Schornsteinfegerarbeiten dazu. Darüber hinaus können Tierhalter, die ihre Lieblinge in den eigenen vier Wänden betreuen lassen, die Kosten dafür verrechnen. Maximal sind demnach für das vergangenen Jahr 5710 Euro Steuerermäßigung drin. Um diesen Höchstbetrag auszuschöpfen, müssen 28.550 Euro für Handwerker, Haushaltshilfen oder Pflegedienste ausgegeben worden sein.

Neue Regeln für Berufsausbildung

Für jüngere Leute interessant ist, dass sich die Regeln für die Anerkennung von ersten Berufsausbildungen geändert haben. Laut "Finanztest" müssen diese seit 2015 geordnet etwa mit Lehrplan ablaufen, mindestens zwölf Monate dauern, mit 20 Wochenstunden zu Buche schlagen und mit einer Prüfung oder zumindest planmäßig enden. Nur dann besteht die Möglichkeit, Kosten in bestimmten Rahmen als Werbungskosten geltend zu machen.

Das hat Folgen für die steuerliche Beurteilung etwaiger zweiter Ausbildungen: Nur wer eine Erstausbildung in der aktuellen Form vorweisen kann, darf eine zweite Ausbildung außerhalb eines Dienstverhältnisses als Werbekosten geltend machen. Eine abgebrochene Erstausbildung oder eine, die lediglich sechs Monate dauert, reichen nicht mehr aus.

Rürup-Sparer können mehr absetzen

Das Finanzamt berücksichtigt für 2015 bei Rürup-Sparern Beträge bis zu 22.172 Euro und zieht davon bis zu 17.738 Euro als Sonderausgaben ab. Rürup-Renten funktionieren über die Steuerersparnis, das Modell richtet sich vor allem an Selbstständige. Auch wer ein staatlich gefördertes Riesterrenten-Modell bespart, kann seine Steuerlast senken. Er muss dafür aber den jährlichen Mindestsparbetrag erreichen und außerdem selbst aktiv werden. Er muss dafür auf jeden Fall die Anlage AV seiner Steuererklärung ausfüllen.

Quelle: n-tv.de

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