Mittwoch, 19. August 2009
Kein Ende in Sicht: Kranker verliert Job
Eine Krankheit von unabsehbarer Dauer rechtfertigt die Kündigung eines Mitarbeiters. Das hat jetzt das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz entschieden.Eine Krankheit von unabsehbarer Dauer rechtfertigt die Kündigung eines Mitarbeiters. Das entschied nun das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz. Es müsse nicht sicher sein, dass der Mitarbeiter tatsächlich nicht mehr ganz gesund werde. Vielmehr reichten eine für die nächsten zwei Jahre bestehende Negativprognose und der Nachweis des Arbeitgebers aus, dass er auch keine andere Verwendungsmöglichkeit für den Betroffenen habe (Az.: 9 Sa 683/08).
Das Gericht wies mit seinem Urteil die Kündigungsschutzklage eines ehemaligen Maschinenführers ab. Er litt seit längerer Zeit unter epileptischen Anfällen. Der Arbeitgeber hielt das Risiko für zu groß, den Kläger in seiner bisherigen Funktion weiter zu beschäftigen. Eine Heilung der Krankheit sei eher unwahrscheinlich. Alternative Verwendungsmöglichkeiten bestünden nicht, so dass nur die Kündigung bleibe.
Das LAG schloss sich dieser Ansicht an. Die Richter werteten die Kündigung insbesondere auch als sozial gerechtfertigt. Angesichts der aus medizinischer Sicht negativen Prognose wären bei einer Weiterbeschäftigung des Klägers die betrieblichen Interessen erheblich beeinträchtigt.
dpa
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