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Abgewertete Vielflieger-Bonusmeilen: Lufthansa gewinnt Prozess

Bonusmeilen-Sammler müssen eine Abwertung ihres Kontos hinnehmen. So hat jetzt das Oberlandesgericht Köln entschieden und damit ein Urteil aus erster Instanz aufgehoben. Doch der klagende Vielflieger peilt schon den Gang zum Bundesgerichtshof an.

Der eine Kunde hat Nachteile, der andere Vorteile - Miles&More eben.
Der eine Kunde hat Nachteile, der andere Vorteile - Miles&More eben.

Die Lufthansa hat einen Prozess um ihr Bonusmeilensystem gewonnen. Das Oberlandesgericht Köln wies am Dienstag die Klage eines Vielfliegers ab, dessen Meilenkonto abgewertet worden war. Gleichzeitig ließ das Gericht Revision zum Bundesgerichtshof zu. Der Vielflieger Tobias Eggendorfer sagte, er werde "aller Voraussicht nach" tatsächlich vor die höchste Instanz ziehen.

Eggendorfer sammelt Bonusmeilen, um sie als Rabatt für neue Flüge einzulösen. Anfang 2011 hatte die Lufthansa die Bedingungen dafür verändert, wodurch Eggendorfer 15 bis 20 Prozent mehr Bonusmeilen für Business- und First-Class-Flüge einlösen muss als vorher. Dieses Vorgehen hält der Professor für rechtswidrig, weshalb er die Lufthansa verklagt hat. In erster Instanz setzte er sich vor dem Landgericht Köln durch, doch das Oberlandesgericht vertrat nun im Berufungsverfahren eine andere Ansicht.

Fall nicht isoliert betrachten

Demnach darf man Eggendorfers Fall nicht isoliert betrachten, da er mit ungefähr 900.000 angesammelten Bonusmeilen ein ausgesprochener Vielflieger sei. Nach Meinung des Gerichts muss man sich ansehen, was die Umstellung für den durchschnittlichen Kunden bedeutet. Und da stelle sich die Sache so dar, dass der eine Kunde Nachteile habe, der andere Vorteile. Dass die Umstellung schon einen Monat nach der ersten Ankündigung in Kraft trat, hält das Oberlandesgericht nicht für problematisch. Das Landgericht hingegen hatte eine Vorlaufzeit von vier Monaten für nötig erachtet.

Das Miles&More-Programm der Lufthansa unterscheidet zwischen Status- und Prämienmeilen. Statusmeilen können nur für gekaufte und abgeflogene Flugtickets erworben werden. Prämienmeilen dagegen auch bei Partnern wie Hotels oder Mietwagenfirmen. Eingelöst werden können die Prämienmeilen entweder für Upgrades, Prämienflüge oder Sachprämien. Mit den gesammelten Statusmeilen erhalten Kunden bestimmte Vorzüge wie den Zugang zu Lounges. Auch innerhalb der Star-Alliance lassen sich die Meilen sammeln und einlösen. Lufthansa-Prämienmeilen verfallen im Normalfall nach drei Jahren, der Status muss Jahr für Jahr aufs Neue erworben werden.

Quelle: n-tv.de

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