Freitag, 05. Februar 2010
Verbraucherschützer fordern Reform: "Mehr aufs Konto"
Gerd Billen, vzbv-Vorstand.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Eine verbraucherorientierte Reform der Finanzaufsicht könnte Anlegern jährlich etwa 20 Milliarden Euro zusätzliche Rendite bringen. Das erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). Dazu müsste vor allem der Verbraucherschutz als Aufsichtsziel gesetzlich verankert werden, wie es bereits die europäische Gesetzgebung verlangt. Zudem muss die Finanzaufsicht nach Ansicht des vzbv besser organisiert werden. Wegen ihrer Zersplitterung sanktioniere sie unseriöse Geschäftspraktiken nur sehr unzureichend.
"Die Formel lautet: Bessere Aufsicht, weniger Verluste, mehr aufs Konto", erklärte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Derzeit kalkulierten die Anbieter die unzureichende Aufsicht in ihre Gewinnerwartungen für riskante Produkte und Praktiken mit ein. Der vzbv kritisiert unter anderem mangelnden Wettbewerb, unfaire Vertriebsmethoden und provisionsgesteuerte Beratungen. Die Finanzaufsicht verfügt demnach aber nicht über ausreichende Instrumente, um gegen Marktmissbrauch effektiv vorzugehen.
Derzeit sind in Deutschland zahlreiche Institutionen für die Finanzaufsicht zuständig, unter ihnen die Bundesbank und das Bundesamt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). In ihrem Koalitionsvertrag einigten sich Union und FDP darauf, dass die Bankenaufsicht bei der Bundesbank konzentriert werden soll. Dabei geht es in erster Linie um die Stabilität des Finanzsystems. Derzeit teilen sich BaFin und Bundesbank noch die Kompetenzen.
AFP
Ratgeber
-
Manchmal reicht Haushaltsreiniger
Schimmel schnell bekämpfen
-
Stromanbieter-Wechsel
Hohe Ersparnisse möglich
-
"Wir haben viel dazugelernt"
E-Postbrief läuft schleppend an
-
Bei Sturz auf Eisplatte
Gemeinde haftet nicht immer
-
Viele Überstunden, wenig Geld
Hartz-IV-Empfänger darf ablehnen
-
Wandputz aus Lehm
Gesunde Luft und gutes Klima
-
Garantie-Extras für Elektrogeräte
Das meiste kann man sich sparen
-
Für geprellte Fluggäste
Schlichtungsstelle kommt
-
Eigenheim statt Aktien
Anleger bleiben risikoscheu
-
Solaranlagen, Wärmepumpen & Co.
Wie winterfest ist die Heizung?
-
"Ihr Steuerbescheid ist da"
Falsche Elster-Mails im Umlauf
-
Nahrungsergänzungsmittel
Kein Versprechen ohne Nachweis
