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Wohnung zu klein: Mieterin kriegt Geld zurück

76 Quadratmeter sollte die Wohnung groß sein, so stand es im Inserat. Als die neue Mieterin nachmaß, stellte sie fest: Es sind 13 Quadratmeter weniger. Jetzt entschied der BGH: Sie kann einen Teil der gezahlten Miete zurückfordern.

Nachmessen kann sich lohnen.
Nachmessen kann sich lohnen.(Foto: Siegfried Fries, pixelio.de)

Mieter können Geld zurückverlangen, wenn ihre Wohnung kleiner ist, als in einer Zeitungsannonce angegeben - vor allem dann, wenn im Mietvertrag nichts über die Wohnungsgröße steht. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden und damit ein Urteil des Landgerichts Mannheim aufgehoben. Geklagt hatte eine Mieterin, deren Wohnung laut Inserat etwa 76 Quadratmeter groß sein sollte - in Wirklichkeit waren es nur gut 53 Quadratmeter. Der Fall muss erneut vor dem Landgericht verhandelt werden. Der Mieterbund begrüßte die Entscheidung.

Die Richter betonten, dass es sich um eine Einzelfallentscheidung handele. Das Urteil solle also kein Signal sein, dass alle möglichen Vorabsprachen später auch bindend seien. In diesem konkreten Fall jedoch seien vor Vertragsabschluss "mehrfach deutliche Aussagen" zur Wohnfläche gemacht worden, sagte der Vorsitzende Richter - sowohl in der Anzeige, als auch in einer Grundrissskizze und in einer Wohnflächenberechnung. "Hier wurde eine exakte Wohnfläche angegeben, bis auf zwei Stellen hinter dem Komma."

Nichts Genaues im Vertrag

Der schriftliche Mietvertrag enthielt keine Angaben zur Größe der Wohnung. Diese waren in dem Vordruck auch nicht vorgesehen. Als die Mieterin aber die tatsächliche Wohnungsgröße herausfand, forderte sie Geld vom Vermieter zurück - mit Recht, urteilte der BGH. Beide Seiten hätten den Vertrag im Einverständnis über die Wohnungsgröße geschlossen. In diesem Fall sei die Wohnfläche um mehr als zehn Prozent kleiner als angenommen, dies führe zu einer Mietminderung.

"Das ist eine für Mieter positive Entscheidung", so der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Lukas Siebenkotten. Maßlose Übertreibungen oder falsche Angaben des Vermieters hätten nun Konsequenzen. Wenn der Mieter in der Vergangenheit zu viel gezahlt habe, könne er entsprechend Geld vom Vermieter zurückverlangen.

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Quelle: n-tv.de

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