Ratgeber
Freitag, 11. Juni 2010

Für jeden Typ der Richtige: Mobile Netztarife im Test

Smartphones sind auf dem Vormarsch und mit ihnen die mobile Internetnutzung. Was für die Mobilfunk-Provider eine neue Einnahmequelle ist, kann für die Kunden zur Kostenexplosion führen. Das Vergleichsportal Check24 hat deshalb für n-tv die Datentarife geprüft und bewertet.

(Foto: picture alliance / dpa)

Handys sind beliebt. Fast jeder hat eins, telefoniert und schreibt Kurznachrichten, was das Zeug hält. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom wurden allein in Deutschland im vergangenen Jahr rund 34,4 Milliarden SMSen verschickt.

Das könnte sich in Zukunft ändern. Smartphones werden immer beliebter. Mit den Mini-Computern von Apple und Co. wird das Telefonieren und Verschicken von Kurznachrichten fast zur Nebensache. Mobil ins Internet gehen, E-Mails lesen, für die kleinen Displays optimierte Seiten aufsuchen, Fotos verschicken, Videos anschauen – all das und noch vieles mehr ist kein Problem.

Ohne Datentarif droht Kostenfalle

Profil 1: Wenig-Surfer mit Surfstick.
Profil 1: Wenig-Surfer mit Surfstick.(Foto: Check24)

Das böse Erwachen kommt allerdings, wenn man die schöne, neue Welt des mobilen Internets mit einem nicht passenden Vertrag erkundet hat. Wer keinen speziellen Datentarif gebucht hat, landet schnell in der Kostenfalle.

Profil 2: Wenig-Sufer ohne Surfstick.
Profil 2: Wenig-Sufer ohne Surfstick.(Foto: Check24)

Das Vergleichsportal Check24 hat sich diverse Angebote angeschaut. Erstes Ergebnis der Studie: Wer sein Surfverhalten richtig studiert und dafür den passenden Tarif hat, kann bis zu 420 Euro im Jahr sparen. Nur absolute Wenigsurfer, die höchstens 23 Minuten am Tag und nicht mehr als drei Tage im Monat surfen, sollten zu so genannten Minuten-Tarifen greifen. Auch wer mehr als drei Tage im Monat mobil online geht, sollte sich nach Monatsflatrates umschauen. "Wer seinen Bedarf nicht richtig einschätzen kann, sollte zu Flatrates greifen, denn Flatrates sind nicht immer automatisch teuer", fasst Daniel Friedheim von Check24 zusammen.

Unterschiedliche Tarife

Profil 3: Viel-Surfer mit Surfstick.
Profil 3: Viel-Surfer mit Surfstick.(Foto: Check24)

Wichtig bei der Wahl des Tarifs ist auch, zwischen Smartphones und Notebooks zu unterscheiden. Will man statt mit einem Handy mit dem Laptop mobil ins Internet, braucht man einen Surfstick für die USB-Schnittstelle oder eine PC-Karte, die in den Rechner eingesetzt wird. Außerdem sind die Datenmengen bei der Notebooknutzung in der Regel höher als beim Handy.

Profil 4: Viel-Surfer ohne Surfstick.
Profil 4: Viel-Surfer ohne Surfstick.(Foto: Check24)

Wer Bilder versendet oder Videos anschaut, kommt innerhalb kürzester Zeit auf eine relative große Datenmenge. Damit die Rechnung später nicht explodiert, sollte man sich vor allem als Viel-Surfer genau mit seinem Tarif auseinandersetzen - gerade wenn es um die Wahl zwischen Flatrate und Volumen-Paket geht. Limitiert sind beide: "Bei Flaterates hat man in der Regel wirklich freies Surfen. Das Einzige was dort limitiert ist, ist die Menge des Volumens von der Geschwindigkeit her", so Friedheim. Das bedeutet, zusätzliche Kosten entstehen ab einer gewissen Datenmenge zwar nicht, aber die Übertragungsgeschwindigkeit wird gedrosselt. "Bei so genanten Daten- oder Volumentarifen hat man tatsächlich nur eine Menge von Daten und Volumen, die man versurfen kann." Wer darüber hinaus surft, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen.

Vier Netze stehen zur Wahl

Die Übertragungsgeschwindigkeit ist auch vom Netzbetreiber abhängig. Obwohl die Anbieter von mobilen Internettarifen so hübsche Namen wie Fonic, Congstar, Klarmobil, Alice, blau.de und Co. haben – alle benutzen die Mobilfunknetze der großen vier Anbieter. Telekom, Vodafone und O2 bieten sehr schnelle Netze an, E-Plus hängt etwas hinterher.

In dem Check24-Test hatte für Wenig-Surfer mit und ohne Surfstick Aldi Talk den besten Tarif. Bei Viel-Surfern hatte bei beiden Kategorien Klarmobil die Nase vorn. Eins sollte man in diesem Zusammenhang noch beachten: Wenn ein Anbieter Telefonie und SMS über ein bestimmtes Netz abwickelt, heißt das nicht zwangsläufig, dass der Datentarif über das gleiche Netz läuft. So kooperiert beispielsweise Klarmobil bei Gespräche und Kurznachrichten mit von T-Mobile, bei den Datentarifen heißt der Parter aber O2.

Äußerste Vorsicht ist beim Besuch im Ausland geboten. Wer seine Nutzungsgewohnheiten von Deutschland beibehält, darf sich am Ende über eine äußerst hohe Rechnung freuen, denn die Gebühren für das Datenroaming sind gepfeffert. Da lohnt sich oft der Kauf einer ausländischen Prepaid-Karte.

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Quelle: n-tv.de

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