Ratgeber

Wenig schmeichelhafter Preis: "Mogelpackungen des Jahres" nominiert

Verbraucher ärgern sich täglich über versteckte Preiserhöhungen. Die Verbraucherzentrale bietet ihnen nun die Möglichkeit, über Produkte, mit denen Kunden besonders getäuscht wurden, abzustimmen und den Herstellern so einen Denkzettel zu verpassen.

(Foto: Verbraucherzentrale Hamburg)

Verärgerte Verbraucher können ab sofort über die neue "Mogelpackung des Jahres" 2015 abstimmen. Die Verbraucherzentrale Hamburg, die den schmeichelhaften Preis seit 2013 verleiht, stellte dazu fünf Produkte vor, mit denen Hersteller nach Auffassung der Verbraucherschützer ihre Kunden "besonders getäuscht" haben.

Bei den fünf Kandidaten für die "Mogelpackung des Jahres" handelt es sich um die Bebe Zartcreme von Johnson & Johnson, die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive, den Finesse Schinken der Nestlé-Marke Herta, die "Kopfsteherflaschen" von Heinz Ketchup und die Kaffeekapseln Jacobs Latte macchiato classico von Jacobs Douwe Egberts.

Colgate-Palmolive beispielsweise reduzierte laut Verbraucherzentrale die Füllmenge seiner Zahnpasta Dentagard von 100 auf 75 Mililiter und behielt den alten Preis bei; die Bebe Creme wurde den Angaben zufolge durch neue Füllmengen um bis zu 84 Prozent teurer. Die anderen Fälle sind ähnlich gelagert.

"Die nominierten Produkte haben wir aus zahlreichen Verbraucherbeschwerden im Jahr 2015 ausgewählt, weil die versteckte Preiserhöhung bei ihnen entweder sehr dreist oder ausgesprochen raffiniert umgesetzt wurde", erklärte Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Hersteller und Händler würden seit vielen Jahren die Beschwerden der Verbraucher ignorieren und versuchen, Preiserhöhungen zu verstecken. Die Verbraucherschützer fordern deshalb eine Transparenzplattform, auf der Hersteller Füllmengenreduzierungen vorab veröffentlichen müssen, damit versteckte Preiserhöhungen nicht mehr möglich sind.

Im Vorjahr wählten Verbraucher die Windeln Pampers vom Hersteller Procter & Gamble zur Mogelpackung des Jahres.

Wer den diesjährigen Negativpreis bekommt, können Verbraucher noch bis zum 22. Januar mitbestimmen.

Hier geht es zur Abstimmung.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen