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Ferienwohnungen im Mietshaus: Nachbarn können Miete kürzen

Normale Mietwohnungen an Feriengäste zu vermieten, ist ein lukratives Geschäft für Vermieter. Die betroffenen Nachbarn sind davon aber oft weniger begeistert. Wenn es richtig hart kommt, können sie die Miete mindern, entscheidet nun der Bundesgerichtshof.

Ständige Partys, Lärm und Müll von Touristen können Grund für eine Mietminderung sein. Das hat jetzt der Bundesgerichtshof entscheiden. Ein Mieter aus Berlin-Mitte hatte die Miete gemindert, nachdem die Hausverwaltung einen größeren Teil der Wohnanlage als Ferienwohnungen an Touristen vermietet hatte. Der Vermieter hatte ihm daraufhin gekündigt und zunächst vor dem Landgericht Berlin recht bekommen. Dieses Urteil hob der BGH jetzt auf (Az. VIII ZR 155/11).

Die Vermietung von Wohnungen an "Feriengäste und Touristen" an sich genüge aber nicht für eine Mietminderung. "In einem Mehrfamilienhaus sind etwa gelegentlich auftretende Beeinträchtigungen wie einzelne Streitigkeiten von Bewohnern oder gelegentliches Feiern als sozialadäquat hinzunehmen", so das Gericht.

Die von dem Mieter in der Berliner Wilhelmstraße geschilderten Störungen seien jedoch viel gravierender. Der Mieter hatte unter anderem vorgetragen, dass die Besucher regelmäßig laute Partys feierten und orientierungslose Touristen im Haus nachts an seiner Wohnung klingelten. Zudem ließen die Besucher ihren Müll im Treppenhaus stehen. Der BGH verwies den Fall zur weiteren Klärung der Störungen zurück an das Landgericht Berlin.

Quelle: n-tv.de

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