Ratgeber

Nachweis der Gemeinnützigkeit : Nicht jede Spende ist absetzbar

Anderen Menschen mit einer Spende zu helfen, ist löblich. Gut auch, dass diese Großzügigkeit meist auch von der Steuer absetzbar ist. Aber eben nicht immer. Nach Ansicht des Finanzgerichts kann eine Spende nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Spendenempfänger die deutschen gemeinnützigkeitsrechtlichen Vorgaben erfüllt

Spezielle Onlineportale kombinieren den Einkauf mit einer Spende. Verbraucherschützer halten nicht viel von dieser Variante.
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Spenden an im Ausland ansässige gemeinnützige Organisationen sind nur dann steuerlich absetzbar, wenn der Spendenempfänger die deutschen gemeinnützigkeitsrechtlichen Vorgaben erfüllt und der Spender dies gegenüber dem für ihn zuständigen Finanzamt durch Vorlage geeigneter Belege nachweist. Das hat das Finanzgericht Düsseldorf mit Urteil vom 14.01.2013 (Az. 11 K 2439/10 E) entschieden und mitgeteilt.

Im verhandelten Fall hatte ein Steuerpflichtiger einer in Spanien ansässigen Stiftung 15.000 Euro gespendet und wollte die Spende von der Steuer absetzen. Dies versagte das Finanzamt, weil ihm keine Unterlagen über die Gemeinnützigkeit des ausländischen Spendenempfängers vorlägen und es daher die Einhaltung der gesetzlichen Voraussetzungen nicht prüfen könne.

Nach Ansicht des Finanzgerichts kann eine Spende nur dann steuerlich geltend gemacht werden, wenn der Empfänger nach seiner Satzung oder seinem Stiftungsgeschäft und aufgrund seiner tatsächlichen Geschäftsführung ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient. Im Fall einer Auslandsspende habe der Spender dies gegenüber dem Finanzamt nachzuweisen. Als Nachweis geeignet sind dabei unter anderem die Satzung, der Tätigkeitsbericht oder Aufzeichnungen über Vereinnahmung und die Verwendung der Spendengelder. Wenn entsprechende Nachweise nicht vorliegen, kann die Spende nicht steuerwirksam in Abzug gebracht werden, urteilte das Gericht.

Dass vergleichbare Organisationen im Inland als gemeinnützig anerkannt seien, reicht für den Spendenabzug nicht aus. "Auslandsspenden steuerlich geltend zu machen, ist daher schwierig", führt der stellvertretende Pressesprecher des Gerichts, Dr. Christian Graw, aus. "Der Nachweis, dass der ausländische Spendenempfänger deutschen Gemeinnützigkeitsstandards genügt, ist schwer zu führen. Gerade bei niedrigen Spendenbeträgen steht der erforderliche Aufwand in keinem Verhältnis zur möglichen Steuerersparnis.

Zudem genügen ausländische Spendenbescheinigungen nicht immer den inländischen Anforderungen. Für den spendenwilligen Steuerpflichtigen ist weiter zu beachten, dass Spenden an Organisationen in Staaten, die nicht der Europäischen Union angehören wie zum Beispiel die Schweiz, vom Spendenabzug ganz ausgeschlossen sind".

Quelle: n-tv.de

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