Ratgeber

Gutes muss nicht teuer sein: Ökostrom ergibt Sinn

Die Energiewende - weg von Atomkraft und Kohle, hin zu den erneuerbaren Energien - ist von den Bürgern gewollt. Die Politik beugt sich schließlich diesem Wunsch. Doch schon jetzt können Verbraucher mit reinen Ökostrom- und Gastarifen zu einer sauberen und gefahrloseren Energiegewinnung beitragen. Doch das Angebot ist unübersichtlich.

Wer sich für ein Ökostrom-Angebote entscheidet, sollte auf die entsprechenden Gütesiegel achten.
Wer sich für ein Ökostrom-Angebote entscheidet, sollte auf die entsprechenden Gütesiegel achten.(Foto: dpa)

Ökostrom und Ökogas sind auf dem Vormarsch: Das Angebot wird größer, die Konkurrenz auch. Verbraucher können vom diesem Wettbewerb am Energiemarkt profitieren – trotz EEG-Umlage oder weiteren möglichen Steuererhöhungen – und das mit gutem Gewissen.

Doch den geeigneten und preisgünstigen Öko-Strom- und Gasanbieter zu finden, scheint komplizierter als gedacht. Nicht umsonst bemängelte Stiftung Warentest zuletzt Strompreis-Vergleichsportale hinsichtlich ihrer Intransparenz. Zu verwirrend, zu wenig übersichtlich seien die meisten kostenlose Angebote am Markt. Bessere Portale haben eine sinnvolle Vorauswahl der relevanten Kriterien für die Suchenden getroffen.

Grundsätzlich geben Verbraucherschützer nachfolgende Tipps, wie sich ein erfolgreicher (Öko)Strom- oder Gasanbieterwechsel bewerkstelligen lässt und sich damit bares Geld sparen lässt.

Verbraucher sollten keine Paketangebote wählen. Hier kaufen Kunden eine vorher festgelegte Strommenge zu einem Festpreis. Kritisch wird es, wenn mehr als die vereinbarte Menge verbraucht wird . Extra-Strom – und Gaslieferungen können sehr teuer werden.

Auch eine zu kurze Preisgarantie ist tückisch. Die Garantie sollte mindestens so lang sein wie die Mindestvertragslaufzeit. Sonst kann der Verbraucher im Vertrag feststecken, während der Anbieter kräftig die Preise erhöht. Darüber hinaus raten Verbraucherschützer zur monatlichen Zahlung der Strom- und Gasrechnung. Kunden sollten keinesfalls eine Vorkasseforderung akzeptieren – bei einer Pleite des Anbieters kann das Geld weg sein.

Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit sollte es Kunden möglich sein, den Vertrag innerhalb von vier Wochen zu kündigen um flexibel zum jeweils günstigsten Tarif zu wechseln. Bei einer Strompreiserhöhung haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Dies gilt auch, wenn der Versorger wegen der EEG-Umlage seine Preise angehoben hat.

Sollte eine Bonuszahlung bei einem Wechsel gezahlt werden, ist es wichtig darauf zu achten, dass die Konditionen für die Gewährung hierfür klar definiert sind.

Wer sich für ein Ökostrom-Angebot entscheidet, sollte auf die entsprechenden Gütesiegel achten. Zum Beispiel "OK Power", "Grüner Strom Label" oder eines der TÜV-Gütesiegel. Ein solches Siegel erhält nur, wer die basisrichtlinien für Ökostromprodukte erfüllt. Diese besagen, dass 100 Prozent der gelieferten Energie aus erneuerbaren Energien gewonnen werden, davon dürfen allerdings maximal 50 Prozent auf umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen entfallen.

Darüber hinaus gibt es keine Bedenken sich Strom und Gas aus einer Hand liefern zu lassen. Wichtig ist, dass die oben genannten Kriterien für beide Energieformen gelten und die Qualität und Preis des Produktes stimmen.

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Quelle: n-tv.de

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