Ratgeber

Raus aus der NischeÖkostrom wird Alltag

08.09.2010, 12:39 Uhr

Ökostrom ist kein Exotenprodukt mehr: Immer mehr Versorger machen entsprechende Angebote. Ein Wechsel lohnt sich nicht nur aus Gewissensgründen, sondern auch finanziell.

Immer mehr Versorger setzen auf Ökostrom. In den 100 größten deutschen Städten können Kunden mittlerweile unter durchschnittlich 64 Stromversorgern mit Ökostromtarifen auswählen. Das hat eine Studie des Verbraucherportals Toptarif ergeben. Im letzten Jahr standen nur 42 Anbieter pro Stadt zur Verfügung, 2008 waren es gerade mal 25.

Die größte Vielfalt gibt es in Baden-Württemberg, wo in vielen Regionen mehr als 75 Ökotarife angeboten werden. Doch auch im Osten tut sich Einiges: In großen ostdeutschen Städten wie Leipzig, Zwickau, Potsdam und Schwerin ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 76 bis 83 Prozent geklettert.

Das Klischee, dass umweltfreundlicher Strom teuer sei, ist längst überholt. Gerade wer immer noch den Basistarif des alten Versorgers nutzt, hat im Ökostrom der Studie zufolge eine günstige Alternative. So könnte eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden im Schnitt Kosten von jährlich 16 Prozent sparen. Das entspricht gut 150 Euro. Selbst beim Wechsel vom Billigtarif eines örtlichen Anbieters zum Ökostromversorger lassen sich demnach im Schnitt noch 76 Euro sparen. Nur in vier der 100 größten Städte hatten örtliche Versorger günstigere Produkte als Ökostrom-Konkurrenten.

Strom-Vergleichsrechner

Quelle: ino/AFP