Ratgeber

Kabelanschluss: Oft wird's teurer als geplant

Wer einen Kabelanschluss will, hat in der Regel nicht allzu viel Auswahl, denn in den meisten Regionen gibt es ohnehin nur einen Anbieter. Doch bei dem sollte man dann genau hinsehen. In Kabelverträgen lauern oft Extra-Kosten.

Egal bei welchem Kabelanbieter: Extras, die man nicht bezahlen will, sollte man möglichst gleich aus dem Vertrag streichen. Auch wenn sie erst nach einiger Zeit kostenpflichtig werden.
Egal bei welchem Kabelanbieter: Extras, die man nicht bezahlen will, sollte man möglichst gleich aus dem Vertrag streichen. Auch wenn sie erst nach einiger Zeit kostenpflichtig werden.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Eine schnelle, stabile Internetverbindung auch im ländlichen Raum, HDTV-Programme und  eine große Senderauswahl – das Kabelnetz hat ohne Zweifel eine Menge Vorteile. Doch wer sich für ein Kabel-Paket entscheidet, sollte sich den Vertrag ganz genau ansehen, empfiehlt die Zeitschrift "Audio Video Foto Bild", nachdem sie die Angebote von sechs Kabelnetzbetreibern in Deutschland unter die Lupe genommen hat. Auffällig: Kein Anbieter staffelt seine Angebote klar vom einfachen Basis-TV-Anschluss bis hin zu zusätzlich buchbaren Paketen.

Meistens preisen die Netzbetreiber auf ihren Webseiten ihre Internet- und Telefonangebote groß an - wer lediglich einen günstigen TV-Tarif braucht, muss den mit der Lupe suchen. So bewirbt etwa Unitymedia seine Internetangebote prominent, die TV-Angebote dagegen kleiner und auf der Startseite ohne Preisangabe. Bei Kabel BW sind auf der Webseite zunächst nur zusätzlich buchbare TV-Pakete zu sehen, nicht aber der Basistarif für den TV-Anschluss.

Das Wichtige steht in den Fußnoten

Wenn man online schließlich gefunden  hat, was man sucht, gilt es, die Vertragsbedingungen zu prüfen. Sonst zahlt man am Ende vielleicht mehr als gedacht: Im Kleingedruckten verstecken sich oft Aktivierungsgebühren, Bereitstellungskosten, Versandkostenpauschalen oder sich automatisch verlängernde Probe-Abos, warnen die Tester. Wer etwa bei Kabel Deutschland einen TV-Anschluss bestellt, schließt auch automatisch ein Probeabo mit Bezahlprogrammen ab. Wird das nicht innerhalb von 60 Tagen gekündigt, läuft es ein Jahr lang für 12,90 Euro pro Monat weiter. Ähnliche Abofallen lauern bei Primacom und Unitymedia.

Gleichsam tückisch: Primacom wirbt für HDTV, dass HD nur in Teilen seines Netzes verfügbar ist, steht aber nur in den Fußnoten. Viele Anbieter kassieren zudem auch über Einmalkosten ab. Primacom verlangt 29,90 Euro bei Bestellung und 12 Euro Versand für den Digitalreceiver. Und bei Telecolumbus können sogar Bereitstellungskosten von bis zu 49,90 Euro fällig werden, zuzüglich 9,90 Euro für den Versand eines Receivers.

Quelle: n-tv.de

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