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Eine Senkung des Rundfunkbeitrages ist durchaus denkbar, weil die öffentlich-rechtlichen TV-Sender diverse Sportrechte verloren haben
Eine Senkung des Rundfunkbeitrages ist durchaus denkbar, weil die öffentlich-rechtlichen TV-Sender diverse Sportrechte verloren haben(Foto: imago/Future Image)
Mittwoch, 21. Juni 2017

Fußball sorgt für Entlastung: Rundfunkbeitrag könnte doch sinken

Es ist erst ein paar Wochen her, da ging die für derartige Einschätzungen zuständige Kommission davon aus, dass der GEZ-Nachfolger noch teurer wird. Nun die Kehrtwende - dem Sport sei Dank.

Der Rundfunkbeitrag bleibt ein Zankapfel. Immer wieder versuchen Verbraucher sich vor der Abgabe zu drücken und scheuen dafür auch nicht den Gang vors Gericht. Bisher ohne zählbare Ergebnisse für die Verweigerer. Denn der Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß und die 17,50 Euro pro Monat pro Haushalt müssen selbst dann bezahlt werden, wenn gar kein Fernsehen oder Radio empfangen wird.

Doch vielleicht gibt es Entlastung von ganz anderer Seite. Denn eine Beitragssenkung wird durch die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) nicht ausgeschlossen. KEF-Chef Heinz Fischer-Heidlberger äußerte sich gegenüber der "Sport Bild": "Die Kommission wird die Einsparpotenziale sorgfältig prüfen und die Differenz aus nicht benötigten Mitteln für Sportrechte und Kosten des Ersatzprogramms ausweisen."

Hintergrund der Aussage ist der, dass zuletzt das ZDF die teuren Übertragungsrechte an der Fußball-Champions-League verloren hatte und dadurch wohl in Zukunft mehrere 100 Millionen Euro sparen kann. Und auch die Olympischen Spiele sind ab 2018 nicht mehr bei ARD und ZDF zu sehen. Um wie viel Cent oder Euro der GEZ-Nachfolger dadurch günstiger werden könnte, sagte Heidlberger indes nicht.

Erst vor wenigen Wochen war die KEF davon ausgegangen, dass die Kosten der Rundfunkanstalten in den nächsten Jahren weiter steigen werden und es deswegen eine Beitragserhöhung in "ungewohnten Größenordnungen" geben wird. Die Rede war von einer Erhöhung des Rundfunkbeitrages in der Beitragsperiode 2021 auf 19 Euro und mehr.

Im vergangenen Jahr hatte KEF für die Jahre 2017 bis 2020 noch eine Beitragssenkung auf 17,21 Euro pro Haushalt empfohlen. Zudem wird es auch bei den Rundfunkanstalten Einsparungen im Personalbereich geben. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, sollen allein bei der ARD in den kommenden drei Jahren 370 Jobs wegfallen.  

Quelle: n-tv.de

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