Freitag, 29. Januar 2010
20 getestet, 19 durchgefallen: Schlechte Noten für Spielzeug
Ein Milligramm pro Kilogramm der besonders gefährlichen PAK-Leitsubstanz Benzo[a]pyren ist als Weichmacheröl für die Herstellung von Autoreifen erlaubt. Das Hundertfache darf in Kinderspielzeugen verwendet werden, ohne dass der zulässige Grenzwert überschritten wird. Da kann sich der Verbraucher nur wundern.
Die Spielwarenindustrie sieht keine Probleme, die Zeitschrift "Ökotest" hingegen schon – und ist damit nicht allein. Als "Irrsinn" bezeichnet Dr. Eva Frei vom Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg den Zustand. PAK reichere sich im Körper an und lasse Tumore wachsen. Gerade Kinder sollten mit diesen Substanzen nicht in Berührung kommen.
Doch die Realität sieht anders aus. Puppen, Torwarthandschuhe, Kindertaschen und vieles mehr haben die Tester unter die Lupe genommen und dabei bewusst Produkte gekauft, die zum Beispiel aufgrund des Geruchs verdächtig erschienen. Insgesamt 20 Artikel wurden auf Schadstoffe getestet. 16 Mal endete dies mit dem schlechtesten Urteil "ungenügend" und drei Mal mit "mangelhaft".
akl
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