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"Ratgeber Steuern & Recht" vom 27.11.2012 (Wdh. 28.11.): Ärger in der Waschanlage

Die einen tun es einmal die Woche, manche einmal im Monat und wieder andere haben ganz selten Lust drauf das Auto zu waschen. Wie gut, dass es dafür Autowaschanlagen gibt, so braucht man sich wenigstens nicht auf die Straße stellen mit seinem Eimer. Abgesehen davon wäre das auch verboten. Aber was ist eigentlich, wenn das Auto da nicht sauber wird oder der Spiegel abbricht? Wir waren für Sie Autowaschen.

Mit einer typischen Familienkutsche - seit Ewigkeiten nicht mehr in der Waschanlage, die Felgen dreckig und innen total vermüllt. Autowaschanlagenbetreiber Roland Muder hat Erfahrungen mit solchen Problemfällen: "In solchen Härtefällen wäre das Beste, erst den Selbstwaschplatz zu wählen und dann nochmal die Waschstraße, muss aber nicht sein. Eine Waschstraße muss ein Auto auch ausreichend und gut reinigen können."

Was soll`s: selbst ist die Frau. Also wird das Auto zunächst per Hand gewaschen. Zeit ist hiermeist bare Münze wert. Dennoch sollten Autobesitzer das Material vorher gut in Augenschein nehmen.

Roland Muder, betreibt mehrere Autowaschanlagen: "Ich sag mal eine Selbstwaschanlage hat natürlich ein gewisses Risiko, weil der letzte Kunde kann manchmal mit der Bürste als Letztes die Felge sauber gemacht haben. Und der nächste fängt mit dem Dach an. Also man muss dann immer sehr achtsam sein. Man muss auch drauf achten, dass die Geräte nicht verschmutzt werden."

Denn die Waschanlage haftet nur, wenn defekte Technik den Schaden am Lack verursacht hat. Nach der Vorwäsche geht`s jetzt noch in die automatische Waschstraße. Immer wieder hört man hier von Schäden an Scheibenwischern und Außenspiegeln. In den Fällen von Rechtsanwalt Thilo Döring, waren die zerstörten Autoteile aber meist schon vorher beschädigt.

Thilo Döring, Rechtsexperte für Autowaschanlagen: "Bei einer Vorschädigung ist der Ersatz ausgeschlossen und bei den Fällen werden sie auch vor Gericht keinen Erfolg haben, wenn sie das durchprozessieren."

Nach der Waschstraße blitzt der Wagen meist wie neu. Doch wo vorher der Schmutz den Lack vor Blicken schützte, fällt so manche Beule oder kleine Kratzer nun deutlich stärker ins Gewicht.

Thilo Döring,  Rechtsexperte für Autowaschanlagen: "Der rein theoretische Fall besteht natürlich auch mal, dass sich irgendein Fremdkörper in den Walzen verfängt und dadurch dann Kratzer verursachen könnte. "

Unser Wagen kommt sauber aus der Waschanlage. Doch das ist nicht immer so, oft genug ist er anschließend immer noch schmutzig. Die meisten Betreiber von Waschanlagen lassen in solchen Fällen jedoch mit sich reden.

Roland Muder, Waschanlagenbesitzer: "Man muss da konkret sagen, was einem nicht gefällt und dann werden die Fachleute schon schnell beurteilen, was ist wirklich durch den Waschvorgang nicht realisiert, was kann man nachbessern. Im Extremfall nochmal einen zweiten Waschgang bekommt man dann. Und dann es gibt auch Grenzen wo man sagt, die Mücken vom letzten Jahr oder Bremsstaub der eingebrannt auf der Vorderfelge ist, den können wir im Waschgang nicht lösen."

Weiter geht's zur Innenreinigung. Für die Profis ein Kinderspiel. Sehr selten geht hier mal was kaputt und wenn dann muss kein Kunde auf seinem Schaden sitzen bleiben.

Thilo Döring,  Rechtsexperte für Autowaschanlagen: "Natürlich ist klar, dass der Schaden dann auch ersetzt wird. Und es besteht natürlich auch ne Haftpflichtversicherung, die für solche Schäden dann eintreten wird. Der Kunde sollte bloß drauf achten, dass er das hier gleich geltend macht und reklamiert, damit dann auch gesichert ist, dass es auch hier richtig aufgenommen wurde."

Na das ist ja nochmal gut gegangen. Das Auto blitzt. Und was wir heute noch gelernt haben: Dass in der Autowaschanlage etwas passiert, das ist wirklich eher die Ausnahme.

Quelle: n-tv.de