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"Ratgeber Geld" vom 20.02.2013 (Wdh. 21.02.): Banking-Apps im Test

Wie ein Überweisungsträger aus Papier aussieht, das wissen mittlerweile noch die wenigsten. Online-Banking ist für viele schon eine Selbstverständlichkeit - bequem von zu Hause aus die Geldgeschäfte erledigen. Und noch einfacher soll das alles mit Banking-Apps gehen - unser Tester hat es ausprobiert...

Daueraufträge einrichten, Überweisungen tätigen, Kontostände abfragen – trotz Online-Banking-Möglichkeit, gehen noch immer Millionen von Menschen dafür persönlich zu ihrer Hausbank. Werbetexter und App-Tester Jochen Fleuchaus findet das viel zu zeitaufwändig: "Wenn man mal zu einer Bank rein will, muss man sich an die Öffnungszeiten halten. Wenn ich Mittagspause habe, haben die geschlossen. Wenn ich es zeitlich nicht schaffe, dann hab ich Pech gehabt."

Deshalb möchte unser App-Tester das sogenannte "Mobile Banking" ausprobieren. Denn per Smartphone- App kann man seine Finanzgeschäfte überall und rund um die Uhr ganz einfach per Fingertipp erledigen. Fast jede Bank bietet inzwischen eine eigene App an. Aber was können diese wirklich? Die Redaktion der Computerzeitung Chip hat’s ausprobiert: "Das sind eher so rudimentäre Funktionen, wie Kontostand abfragen oder Überweisung tätigen. Wobei eine Überweisung tätigen relativ aufwändig ist, weil das einfach keinen Spaß macht, auf der kleinen Tastatur die Bankdaten des Empfängers einzugeben.", so Dominik Hoferer.

Deshalb recht vielversprechend: die App der Deutschen Bank. Sie soll vorgedruckte Überweisungsträger ganz einfach per Fotoscanner im Handy einlesen und erledigen können - also Schluss mit dem lästigem Eintippen. Doch trotz mehrfacher Versuche klappt das bei uns leider nicht. Entweder stimmen Empfänger oder Betrag nicht.

Jochen Fleuchaus, App-Tester: "Leider hat es nicht funktioniert und zwar 2,3 Mal nicht funktioniert. Die Angaben stimmten nicht. Hätte ich auf Überweisen gedrückt, wäre das Geld irgendwohin gewesen, wahrscheinlich weg, insofern: Die würde ich nicht empfehlen, da muss man nochmal nacharbeiten!"

Die Apps der einzelnen Geldinstitute sind untereinander natürlich nicht kompatibel.

Dominik Hoferer, Chip: "Wenn man anfängt, Mobile Banking zu machen, dann greift man auf die App der eigenen Bank zurück. Nachteil: Man kann dann nur ein Konto einrichten, deswegen sind die neutralen Apps wesentlich besser, weil man da die Konten von mehreren Banken einrichten kann."

Neutral sind beispielsweise Apps wie StarMoney, Visual Budget und icontrol. Das heißt: Statt vieler verschiedener Banking-Apps braucht man davon nur eine.

Jochen Fleuchaus, App-Tester: "Wer seine Konten bei verschiedenen Geldinstituten hat, dem empfehle ich eine App – weil da hat er alles auf einen Blick!"

Was bei den Mini-Anwendungen der Banken aber dafür richtig gut klappt, ist die Suche nach einem Geldautomaten. Wer auf die jeweilige App seiner Bank tippt, sieht nämlich sofort, wo der nächstgelegene EC-Automat ist. Das spart Zeit und Kosten!

Natürlich geht es beim mobilen Banking auch immer um das Thema Sicherheit.

Dominik Hoferer, Chip: "Natürlich 100%ige Sicherheit gibt’s nie, auch nicht beim mobile Banking. Deswegen sind die mit einem Master-Passwort geschützt, also man muss sich erst mit einem Passwort einloggen, sonst komme ich gar nicht an die Daten ran."

Und noch ein Tipp in Sachen Sicherheit - beim Geld ziehen zum Beispiel: Wer viele Konten hat, muss sich meistens auch viele Geheimnummern merken. Mit der App iPin vergisst man so schnell - garantiert keine mehr.

Jochen Fleuchaus, App-Tester: "Man denkt ja eigentlich, man kann sich vier Zahlen merken. Aber dann gibt man drei Mal die Falsche ein und dann ist die Karte weg. Kein Geld und keine Karte – und da hilft die App, dass man mal vorher nachguckt!"

Cash ziehen, einkaufen, tanken und vieles mehr. Wer nachvollziehen möchte, wo das liebe Geld so bleibt, der trägt am besten auf der App Buchhaltung seine Einnahmen und Ausgaben ein.

Jochen Fleuchaus, App-Tester: "Ich finde, man sollte doch den Überblick behalten, das beruhigt die Nerven, da kann man auch besser schlafen, das beruhigt so ein bisschen. Das ersetzt doch das Haushaltsbuch von früher, was unsere Mütter und Großmütter so kannten."

Heute heißt es: Banking 2.0 - mit der Bankfiliale in der Hosentasche sind Geldgeschäfte rund um die Uhr und überall auf der Welt möglich.

Quelle: n-tv.de