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"Ratgeber Freizeit & Fitness" vom 21.12.2012 (Wdh. 22.12.): Der große Schlittentest

Auf die Kufen, fertig, los! Das war bis Anfang Dezember gar nicht so einfach. Doch seit Deutschland einen weißen Mantel übergestreift hat werden auch die Schlitten aus dem Keller geholt. Und so mancher wird sich dann doch überlegen, ob es nicht mal wieder Zeit ist für ein neues Modell... Doch da gib es ein Problem... Die Auswahl ist inzwischen riesig. Von der Familienkutsche bis zum absoluten Profigefährt. Von 30- 500 Euro...

Wir sind am Spitzingsee... Ganz im Süden Deutschlands... Und von wegen Bergidylle... Hier wartet schon unsere Testcrew... Oliver, Mark, Selina und Michaela. Vier Ski- und Snowboard-Lehrer von der Snowboard-Schule Martina Loch am Spitzingsee... Sie sollten wissen worauf es im Schnee ankommt.

Genau wie er, Oliver Rowold ist Sportwart beim Deutschen Schlitten und Rodelverband... Der richtige Mann also für unseren Test... Wir beginnen mit dem Klassiker... Dem Davoser Holzschlitten... Gut 4 Kilo wiegt unser erster Testkandidat... Gibt´s zu kaufen ab ca. 90 Euro...

Geschwindigkeit

Erstes Testkriterium... die Geschwindigkeit... Wie schnell kommt der Schlitten unsere knapp 200 Meter lange Testpiste herunter? ... Nach 15,2 Sekunden bleibt die Uhr stehen... Mal schaun wie er sich damit im Vergleich zu den anderen schlägt...

Testkandidat Nummer 2... Der Snow Shuttle Deluxe von KHW... ein Kunststoff-Schlitten mit Lenkrad und Edelstahlkufen. Preis: ab 79 Euro... Auch bei ihm geht es auf der Teststrecke erst mal um die Geschwindigkeit... 13,8 Sekunden...Er ist gut anderthalb Sekunden schneller...

Jetzt kommt der teuerste Testkandidat: Der Alurunner kostet 499 Euro und ist ein echtes Hightech-Gerät... 16,5 cm Stahlfeder-Stossdämpfer , Aluminium-Krallenbremse ... Doch auch er muss sich erst mal beweisen... ... Nach 12, 4 Sekunden bleibt die Uhr stehen... Neue Bestzeit für den Alu-Schlitten...

Ob unser letzter Testkandidat da mithalten kann? Auf jeden Fall kann er es kaum erwarten... Der Snow-Wok aus dem Hause KHW ist mit ca 30 Euro der günstigste der Testmodelle... Aber er kann bei der Geschwindigkeit durchaus mit den anderen mithalten... Nach 13.8 Sekunden bleibt bei ihm die Uhr stehen... Das ist immerhin die zweibeste Zeit zusammen mit dem blauen Kunststoff-Konkurrenten und noch vor dem klassischen Holzschlitten...

Gewicht

Ganz vorne ist der Wok bei unserem nächsten Testkriterium... dem Gewicht... Denn jeder Schlitten muss nach der Abfahrt ja wieder hoch auf den Berg... Und da ist der Wok mit nur einem Kilo natürlich unschlagbar. Am schwersten: Der Alurunner. Er wiegt 9 einhalb Kilo! Und bringt unsere Tester damit ganz schön zum Schwitzen... Doch immerhin bleibt dabei kurz Zeit für Fahr-Tipps vom Schlitten-Experten...

Beweglichkeit

In der Zwischenzeit haben wir einen Testparcours aufgebaut um die Beweglichkeit der Schlitten zu testen... Hier macht vor allem der Alurunner unseren Testern am Anfang große Probleme... Ohne größere Probleme bewältigt der blaue Snow Shuttle den Parcours... Auch wenn die Tester nicht 100 Prozent zufrieden sind...

Probleme mit der Lenkung, die gibt es beim Davoser Schlitten... Jede Kurve kostet relativ viel Kraft... Egal wie man ihn fährt... Und deshalb landet der beim Thema Beweglichkeit auch nur auf Platz 3...

Am schwierigsten ist das Lenken aber beim Wok... Wenn man überhaupt von Lenken sprechen kann. Gottseidank sind unsere Slalom-Stangen gut gepolstert...

Gesamtergebnis

Auf zu unserem Gesamtergebnis. Welcher Schlitten hat unsere Tester am meisten überzeugt? Bei unseren 4 Kandidaten ist der teuerste auch der beste ... Der Alurunner ist die Nummer 1 bei allen vier Testern. Er ist schnell und wendig und man kann auch gut bremsen.

Genug vom Schlitten fahren, das haben unsere Tester auch nach 8 Stunden noch lange nicht...

Quelle: n-tv.de