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Ab in die Seile: Deutschlands größter Indoor-Hochseilgarten

Eigentlich ist die Klettersaison ja vorbei. Jetzt macht man es sich eher zu Hause gemütlich, geht vielleicht mal ins Kino. In Berlin kann man seit einigen Wochen beides: Ins Kino gehen und erst drinnen entscheiden: Film gucken oder Klettern – im größten Indoorkletterwald Europas.

Wir begleiten Geburtstagskind Linda, ihre Schwestern Hanna und Flora - sowie Freundin Helene. Die vier Berliner Mädchen wollen heute klettern. Im "Bergwerk",  Europas größtem Indoor-Hochseilgarten. Aufgeregt sind sie zwar, aber Angst kennen sie nicht, sie klettern öfter:

Linda: "Zuhause auf die Bäume und so, aber nicht im Kletterpark"

Während sich die Mädels noch ihre Ausrüstung organisieren müssen, ist drinnen im "Bergwerk" der Kletterbetrieb in vollem Gange. Alles im Dunkeln. Bis vor kurzem knapperten hier Kinozuschauer ihr Popcorn.

Aber die Kinozuschauer wurden weniger. Und damit das Licht hier nicht ganz ausgeht, mussten Ideen her für Geschäftsführer Sören Sydow: "Wir standen hier vor der Problematik, eine Immobilie zu haben, die ein Multiplexspezialkino ist mit über 12 Sälen auf über 9000 Quadratmeter, was vor 15 Jahren eröffnet wurde, als das größte Multiplexspezialkino in Berlin und nun war es an der Zeit mit dem Kinobetreiber Lösungen zu finden, da damals sehr große Kino, heute noch immer das größte in Berlin an die gegebenen Marktsituationen anpasst. Da kam die Idee auf der einen Seite, das Kino zu verkleinern , zu halbieren und auf der anderen Seite die Flächen natürlich zu nutzen, um dort einen Hochseilgarten zu installieren."

Die Mädels haben Ihre Ausrüstungen beisammen, letzte Erklärungen durch ihren Teamchef Christian, der sie heute auf ihrer Klettertour begleitet.

Mindestens 1,10 Meter müssen die Kletterer hier groß sein und dürfen nicht mehr als 125 Kilo wiegen. Die eigene Ausrüstung, die Hobbykletterer vielleicht zu Hause haben, ist hier tabu.

Christian Wolf, Bergwerk Berlin: "Also es geht nur mit unserer Ausrüstung. Helme als auch Gurte. Weil wir haften für unsere Ausrüstung. Und nicht jede Sicherheitsausrüstung, die man persönlich zu Hause hat, entspricht den Normen, die wir hier fordern."

Viertausend Quadratmeter Kletterwald verteilt auf fünf Etagen. In ehemaligen Kinosälen wurden 36 Douglasien aus dem Schwarzwald verbaut. Drei Kilometer Stahlseil und 15.000 Schrauben halten alles zusammen. Die Mädels haben Ihren Spaß.

Und während im Kletterwald Hochbetrieb ist, läuft nebenan das Tagesgeschäft an der Kinokasse, oder unten drunter, je nach Perspektive. Denn der Kinobetrieb läuft in den verbliebenen Sälen weiter.

Das Bergwerk hat sich längst herumgesprochen in Berlin, an den Wochenenden ist Hochbetrieb, selbst Spitzensportler kommen hier regelmäßig für Trainingseinheiten vorbei. Trotzdem hat man hier schon wieder nächste Pläne:

Sören Sydow, Bergwerk Berlin: "Wir haben im oberen Bereich schon Konzepte, mit denen wir relativ weit sind, die wir auch spätestens Anfang nächsten Jahres umsetzen wollen. Wir wollen dort eine Schwarzlichtwelt initiieren. Wir reden davon einem Universum, einem Traumuniversum. Ich glaube, wir sind noch nicht ganz fertig, haben es noch nicht ganz auf den Punkt, es wird eine tolle Sache werden. "

Den Kindern war es für heute erstmal hoch und dunkel genug. In den vergangenen zwei Stunden haben die Mädels sogar mehrere Runden geschafft. Das macht hungrig auf die Geburtstagstorte. Zeit für ein Resümee.

Linda: "Ich fands toll, weil es sehr schwierig war und es war anders als auf dem richtigen Boden.

Für die vier steht jedenfalls fest: Für Ihre nächste Klettertour warten sie nicht bis zu einem Geburtstag. Das muss schneller wieder klappen. Na dann: Glückauf!

>> Hier gehts zum Bergwerk Berlin

Quelle: n-tv.de