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Fotoapparate & Camcorder: Die besten Geräte im Test

Mit dem Fotografieren ist das ja mittlerweile so eine Sache: Jedes Handy hat eine Kamera, Schnappschüsse sind bei jeder Möglichkeit machbar. Aber darüber hinaus ist die Bandbreite der Geräte enorm. Bis hin zur digitalen Spiegelreflex mit fernsehfähiger Video-Funktion.

Eine alte Zenit - diese Kamera ist Peter Rokitas Schätzchen. Seine erste Kamera, analog versteht sich. Ein Geschenk vom Vater seiner Frau Aleksandra. Damit geht er nicht nur auf der Zeche Zollverein in Essen auf Motivjagd:

Peter Rokina, Hobby-Fotograf: "Wenn ich fotografiere, dann fotografiere ich vor allem Menschen auf der Straße. Ich versuche verschiedene Momente festzuhalten, indem ich einfach Menschen beobachte und einfach im richtigen Momente versuche abzudrücken."

Doch heute holt Peter die analoge Zenit nur noch selten aus dem Schrank - zu groß sind die Nachteile, zu stark die digitale Konkurrenz. Gemeinsam mit seiner Frau Aleksandra probiert Peter verschiedene Modelle aus:

Im Test - eine kleine Kompakte, eine flexible Systemkamera, eine digitale Spiegelreflex und ein handlicher Camcorder.

Panasonic Lumix DMC-LX7

Den Anfang macht Panasonic mit der Lumix DMC-LX7 für rund 500 Euro. Die Lumix lockt mit einem lichtstarken Leica-Linse - gestochen scharfe Bilder und starke Kontraste. Eingebauter Blitz, gute Videofunktion und lange Akkulaufzeit - eine Digitalkamera für Anfänger und Fortgeschrittene:

Aleksandra Rokita, Kameratesterin: "Die sieht auch nicht so billig aus, die sieht schon professioneller aus. Ist aber trotzdem ne kleine handliche Kamera, die man in den Urlaub mitnehmen kann."

Trotz der handlichen Größe und nur 300 Gramm Gewicht ist das Display groß und hochauflösend.

Peter Rokita, Hobby-Fotograf: "Sie fühlt sich sehr wertig an, hat ein schönes stabiles Gehäuse, die Bedienung ist sehr einfach. Sie hat auch sehr viele manuelle Einstellmöglichkeiten, die mir gefallen."

Einzig der Preis ist für eine Digitalkamera mit 500 Euro relativ hoch.

Olympus PEN-E-PL5

Noch etwas teurer ist die Olympus PEN-E-PL5. Kostenpunkt: 700 Euro. Dafür lässt sich das Objektiv austauschen - das sorgt für mehr Flexibilität. Und trotz der kompakten Größe bietet die Systemkamera ausgezeichnete Bilder - und ein schwenkbares Display für besondere Einstellungen. Ein nettes Gimmick: der Touchscreen.

Aleksandra Rokita, Kameratesterin: ""Man kann ja auch hier auslösen. Indem man hier auf den Schärfebereich drückt - und zack ist das Foto fertig."

Peter Rokita, Hobby-Fotograf: "Was ich auch noch bei der Kamera sehr schön finde, ist dass man die Objektive austauschen kann. Also der Zoombereich ist natürlich auf ein Objektiv begrenzt, aber man kann ja verschiedene Objektive benutzen. Trotzdem ist die Kamera sehr handlich."  Das macht die Kamera zum Spiegelreflex-Rivalen.

Sven Schulz, Computerbild: "Vorteil von so einer Systemkameras. Die sind sehr flexibel, man kann also das Objektiv wechseln und dann halt eben auch ein spezielles Objektiv draufschrauben. Die sind aber noch relativ klein, das heißt man braucht keinen Fotokoffer, sondern eine etwas größere Jackentasche."

Sony Alpha 57

Die Sony Alpha 57 kostet 750 Euro - ohne Objektiv. Die digitale Mittelklasse-Spiegelreflex kommt auch mit schlechten Lichtverhältnissen zurecht. Außerdem bietet sie optimale Bildqualität - schnellen Autofokus und rasante Auslösung in nur 0,3 Sekunden. Auch die Verarbeitung überzeugt:

Peter Rokita, Hobby-Fotograf: "Man fühlt, dass es ziemlich viel Plastik ist. Trotzdem wirkt sie ziemlich robust, da wackelt nix, da quietscht nix. Ich kann auch hier aus jeder Situation fotografieren, weil ich das Display verstellen kann. Rechts, links, oben, unten."

Aleksandra Rokita, Kameratesterin: "Die würde ich mitnehmen, wenn ich gezielt irgendwo hingehe, wo ich weiß: Tolle Landschaft. Wo ich tolle Sachen fotografieren kann. Die würde ich aber nicht mitnehmen um einfach mal Schnappschüsse zu schießen. Da ist sie mir glaube ich zu groß."

Und nicht nur zum Fotografieren ist die Alpha 57 gut geeignet - auch die Videofunktion überzeugt - sie nimmt Videos in Full HD auf.

Panasonic-Camcorder HC-V500

Full-HD bietet auch der Panasonic-Camcorder HC-V500 für rund 300 Euro. Der Camcorder punktet vor allem durch einfache Bedienung und wenig Knöpfe - zoomen lässt sich zum Beispiel per Hebel oder über das Touchpad. Und auch die Bildqualität ist gut - sogar bei Bewegungen:

Peter Rokita, Hobby-Fotograf: "Was mich beeindruckt, ist der Bildstabilisator. Der ist einzigartig, also das Bild steht, da bewegt sich nicht. Da kann man mit dem Arm wackeln wie man will. Hat sehr großen Zoombereich, ist wirklich eine tolle Kamera und vor allem - schön klein und handlich!"

Der Akku hält für etwas mehr als 100 Minuten und bei zu dunklen Lichtverhältnissen hilft das eingebaute Licht.

Sven Schulz, Computerbild: "Also ein Camcorder ist ganz klar was für Leute, die mehr filmen als fotografieren. Alle Fotapparate können zwar mittlerweile auch filmen, die neueren Modelle jedenfalls. Und die meisten Camcorder können auch fotografieren. Aber das ist immer nur ein Kompromiss."

Alle vier Modelle überzeugen die Tester - jedes glänzt in seiner Klasse. Welche Kamera die richtige Wahl ist - das ist wohl auch Typsache.

Preisentwicklung der Testsieger

Eine Auswertung von guenstiger.de zeigt die Preisentwicklung (günstigster Onlinepreis) der vergangenen Wochen der  vorgestellten Geräte.

 

 

Quelle: n-tv.de