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Samstag, 31. Mai 2014

Ein perfektes Wochenende in ...: Reykjavik - die nördlichste Hauptstadt der Welt

von Andreas Kock

Fantastische Musik, raues Wetter, heiße Quellen und eine unglaublich andere Landschaft. Island ist nicht nur für seine Vulkane bekannt die gern mal den Flugverkehr in Europa lahm legen können. Sondern hat viel mehr zu bieten als man sich das denken kann.

n-tv Reporter Andreas Kock in Island
n-tv Reporter Andreas Kock in Island

Geysire und schneebedeckte Berge, gutes Essen und heiße Bäder, dicke Pullover und Popmusik, die eigene Trends setzt. Island ist ein spezielles und doch wunderschönes Reiseziel. Die Stadt selbst ist sehr überschaubar. Hier leben ja auch nur 120.000 Menschen. Ein Drittel der Gesamtbevölkerung des Landes!

Kultur-Tipps

Reykjavik  hat dennoch viel Kultur zu bieten – hier ein paar Kurztipps: wer es klassisch mag hält sich an das Konzert und Kulturzentrum Harpa direkt am Hafen. Die Nationalgalerie am Stadtsee Tjörnin versammelt die klassische Kunst Islands. Mittwochs ist der Eintritt frei.

Das Hafenhaus war einst ein Speicher. Und ist heute Heimstätte für moderne Kunst. Schwerpunkt der Sammlung – die Popart des isländischen Malers Erró. Und noch eine Art Museum: das Kulturhaus. Hier kann man alte isländische Handschriften bestaunen.

Doch Reykjavik ist auch jung und hip - spätestens wenn es um Popmusik geht. 12 Tonar ist ein sehr angesagter Plattenladen. Der Tourist findet die Schlager des isländischen Pop – allen voran Björk. Gelegentlich gibt es hier im Laden auch Konzerte.

Pullover kaufen

Nun zum Shoppen: Islandpullover kann man an vielen Stellen in der Stadt kaufen. Aber hier bei der Hand-Knitting Association of Iceland sind sie wirklich Original. Ein gutes Produkt kostet zwischen 100 und 130 Euro.

Ich bin im Reykjavik Marina abgestiegen. Ein Design-Hotel, unmittelbar am Hafen. Mein Zimmer kostet mich 150 Euro die Nacht, gebucht über das Internet. In der Hotel eigenen Slipp-Bar lasse ich mir dann ein paar Spezialitäten der jungen isländischen Küche des Hauses servieren: Gesalzener Dorsch mit kleinen Rettich-Stücken, Zwiebeln, Apfel-Essig und Haselnuss-Öl. Ja, es schmeckt sehr gut.

Fisch, immer wieder Fisch, das zeichnet die isländische Küche aus. Alles zusammengenommen kostet mich das Essen knapp 40 Euro. Das geht. Dennoch: Island ist hochpreisig. Lebensmittel sind 30 bis 50 Prozent teurer als bei uns.

Ab in die Natur

Aber jetzt will ich die Landschaft sehen. Das geht am besten mit einem Mietwagen. Mein Tipp: Das Auto vorher übers Internet buchen – und gezielt nach Preisnachlässen suchen.

Übrigens: Das Wetter in Island, ein Kapitel für sich. Auch im Hochsommer kann es schneien. Die Landschaft entschädigt aber für alles.

Ich bin unterwegs Richtung Osten ins Landesinnere. Vorbei an Gullfoss. Hier schaue ich mir einen spektakulären Wasserfall an. Er gilt als einer der schönsten Wasserfälle Islands. Ein Gletscherfluss stürzt über zwei Stufen mehr als 30 Meter in die Tiefe. Die Einheimischen nennen ihn auch den goldenen Wasserfall. Bei Sonnenschein ist ständig einen Regenbogen zu sehen.

Ortswechsel. Am Geysir des Thermalfelds Haukadalur steigt permanent kochend heißes Wasser auf.  Alle fünf bis zehn Minuten gibt es eine Erruption.

Weiter im Auto, vorbei an moosbewachsenen Lavafeldern. Bis sich ein wunderbare Panorama eröffnet. Das ist der größte Binnensee Islands, die Umgebung ist ein Nationalpark.

Letzte Station unserer Rundreise: Das Bad im heißen Thermalwasser, im Hot-Pot. Für die Isländer eine Konstante im Leben. Viele gehen jeden Tag in den Hot-Pot. Ich bin im Fontana Spa in Laugarvatn. Nachdem sie ein paar Bahnen gezogen haben gehen echte Isländer aus dem heißen Wasser direkt in den angrenzenden See. 30 Grad Temperaturunterschied.

Mein Fazit: Mir hat mein Kurztrip auf jeden Fall sehr, sehr gut gefallen. Sicher, den einen oder anderen Vulkan oder Gletscher schaue ich mir bei der nächsten Reise an. Für’s erste werde ich mich jetzt einmal ins gesellschaftliche Leben von Reykjavik stürzen.

Die Reise wurde unterstützt von Katla Travel und Laugarvatn Fontana.

Quelle: n-tv.de