Ratgeber
Video

Intelligente Möbel: Techniktrends für die Wohnung

Im Wohnzimmer steuern wir beim Fernseher Bild und Ton per Handbewegung - in der Küche kommt das Rezept online auf ein Display und im Bad werden Körperdaten direkt zum Arzt gesendet: Unser zu Hause wird wohl in Zukunft immer intelligenter werden. Dazu brauchen wir natürlich die passenden Hightech-Möbel. Und die gibt es bereits heute zu sehen.

Ein leichter Druck auf dem Touchscreen genügt und in Sekunden verwandelt sich die heimische Küche: Arbeitsplatte rauf, Spüle runter - nicht Zauberei sondern Hightech zieht ein in deutsche Wohnungen und ein kleines Detail ist fast immer dabei: der Tablet-PC.

Intelligente Kühlschränke

Noch im Cafe und den Einkaufszettel für das Abendbrot vergessen? Überhaupt kein Problem - denn der Kühlschrank denkt mit. Wer weder seinen Kühlschrankinhalt noch ein passendes Rezept im Kopf hat, der fragt einfach sein Tablett. Durch integrierte Kameras verrät der Kühlschrank über eine App, was noch drin ist und welche Rezepte sich mit den vorhandenen Lebensmitteln kochen lassen - und liefert gleich den passenden Einkaufszettel für die restlichen Zutaten.

Dr. Claudia Häpp, Projektleiterin Siemens: "Alle Küchengeräte sind miteinander vernetzt und können über eine App von jedem beliebigen Ort aus bedient und gesteuert und auch überwacht werden. Wir haben uns noch zusätzlich für jedes der Geräte ein Highlight einfallen lassen weil wir gesagt haben, wir wollen Conectivity nicht der Technik wegen, sondern wir wollen ganz klar eine Alltagserleichterung bieten, wir wollen dem Endverbraucher mehr Comfort bieten. Es macht mehr Spaß, es macht viel mehr Spaß, man gewinnt viel mehr Einblick in die Möglichkeiten der Küchengeräte und sie werden gar nicht glauben, was man damit alles machen kann."

Moderne Dunstabzugshauben

Völlig unauffällig kommen dagegen die neuen Dunstabzugshauben daher: Eben noch ein Teil der Arbeitsplatte, fahren sie auch Knopfdruck heraus und beleuchten sogar das Kochfeld. Auch unauffällig: Hauben im Lampen-Look. Doch in ihnen steckt nicht nur schickes Design sondern auch smarte Technik. Sie filtern und reinigen die Umgebungsluft statt sie abzusaugen - und das spart Energie. Steigende Energiekosten treiben die Hersteller zu immer intelligenteren Lösungen: Mancher Hightech-Kühlschrank verbraucht lediglich so viel Strom wie eine herkömmliche Energiesparlampe.

Ursula Geismann, Pressesprecherin Verband deutsche Möbelindustrie: "Also ein Möbel, was nichts kann, ist out. Im Küchenbereich ist es ganz deutlich. Spülmaschinen hört man kaum noch, die Elektrogeräte dort verbrauchen wenig Strom. Und das ist einfach was, weil es technisch möglich ist, auch vor dem Hintergrund der Preise in dem Fall und weil Männer vielleicht auch Spaß dran haben ist das ein gutes Thema geworden in der Möbelbranche. Weil immer mehr Männer auch Möbel kaufen."

Steuerung per Tablett

Besonders in der Küche nimmt die internetbasierte Haushalts-Steuerung eine wichtige Rolle ein. Das Tablet wird zur Haushaltshilfe.

Christian Hartmannsgruber, Projektmanager Alno Küchen: "Die Küche ist der Mittelpunkt. Wenn ich heute überlege, wir bewegen uns 70/80 Prozent in der Küche. Die Küche ist die Plattform, wo ich mich aufhalte wo ich alles, was das Leben betrifft, wo ich eben Technik und auch das Thema Überwachung mit einbringe."

Je nachdem wer gerade in der Küche arbeitet: Die Höhe der Elemente kann genau und unkompliziert angepasst werden. Spüle hoch, Anrichte runter - ein kleiner Druck auf den Touchscreen genügt. Der Technik sind keine Grenzen gesetzt, die Küche wird vernetzt durch eine internetbasierte Haushaltssteuerung, das Tablett wird zur Haushaltshilfe. Doch nicht nur in der Küche, auch im Wohn- und Schlafbereich wird Hightech zum neuen Mitbewohner.

Ursula Geismann, Pressesprecherin Verband deutsche Möbelindustrie: "Versteckte Technik ist angesagt, das ist fast genauso schön wie versteckte Kalorien. Wir haben eingebaute Lautsprecher zum Beispiel unter Tischen oder in Fronten von Schränken, wir haben Aufladestationen fürs Smartphone die man gar nicht mehr sieht, wo man keinen Kabelsalat hat. Wir haben herausfahrbare Flachbildschirme die man nicht sieht wenn man nicht gerade Fernsehen schaut. Es ist ein Thema, ganz klar weil es möglich ist."

Integrierte Technik

Eine smarte Integration von Technik in die Raumumgebung ist einer der Trends. Völlig unauffällig verwandelt sich beispielsweise ein Fernseher in ein Möbelstück, sobald man ihn abschaltet. Ein Knopfdruck, und schon wird aus dem Bildschirm eine schicke Spiegelwand. Genauso elegant kann man sich mit einem anderen Fernseher entspannen: Er kommt als Teil der Kommode daher und kann bei Bedarf sogar als gemütlicher Kamin-Ersatz genutzt werden.

Und auch wer zum Relaxen noch das passende Bett sucht, der kann auf Hightech zurückgreifen: Mithilfe von Wirbelsäulen-Scannern berechnet ein Computer, welche Matratze die richtige ist.

Entspannung liefert auch ein so genanntes Daybed: Und das sogar mit musikalischer Untermalung. Kleine Lautsprecher beschallen die Liege und den integrierten Sonnenschutz. Und gesteuert wird das Ganze, natürlich, drahtlos über das Smartphone. Denn das gehört zum Leben und auch zum Wohnen, mittlerweile einfach dazu. 

Quelle: n-tv.de