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"Ratgeber Hightech" vom16.02.2013 (Wdh. 18.02.): Video on Demand

Das Internet macht's möglich: Anstatt ins Auto zu hechten, Parkplatz zu suchen, in die Videothek zu stürmen und sich dann über nicht vorhandene Leihfilme zu ärgern, gibt's den Zugang zu den Lieblingsfilmen heute über "Video-on-demand"-Portale. Die werden immer beliebter... Bleibt die Frage: Bei wem wird der Kino-Fan am besten versorgt?

James Bond entspannt auf dem Sofa bei der Arbeit zuzuschauen, das verspricht nicht nur der Kinobesuch, sondern auch "Video on Demand", das Herunterladen von Filmen zum Beispiel auf den heimischen Laptop. Spielend leicht geht das und spart zudem den lästigen Gang in die Videothek. Die Zuwachsraten sind enorm, immer mehr Anbieter buhlen um die Gunst der Zuschauer vor den Bildschirmen.

Filmangebot oft zu gering

Doch wer hier ein breites Angebot der aktuellsten Neuerscheinungen erwartet, wird öfter als erhofft enttäuscht, hat Kai Zantke von der ComputerBild-Redaktion in Hamburg festgestellt: "Das Testfeld bestand aus 100 aktuellen Filmen, den meistgesehenen des letzten Quartals. Apple brachte 51 Filme zusammen, und war damit auch Spitzenreiter, alle anderen hatten 30 oder auch weniger Filme. Insgesamt waren wir nicht so befriedigt mit dem, was uns die Online-Videotheken geliefert haben."

Die Suche nach dem Film des Abends funktioniert über die vielen Film-Trailer jedenfalls schon mal besser als das öde Vergleichen von DVD-Covern in der Videothek.

Teurer als Videothek

Wer sich für die Online-Leihe entscheidet, hat ab dem Starten des Films in der Regel 48 Stunden Zeit, den Film so oft anzuschauen, wie er möchte. Die Preise liegen insgesamt meist höher als in der Videothek, es sei denn, die Online-Portale sind mal wieder mit Sonderangeboten auf Kundenfang weiß Kai Zantke von ComputerBild: "Der Preis rangierte je nach Anbieter zwischen 4,80 € für Apple und 3,40 € für Mediamarkt. Die Spannbreite war viel größer, es sind ja nur Durchschnittspreise. D.h. es kann vorkommen, dass Sie einen Film für 5,50 oder ganz günstig für 1,50 € ausleihen können, wenn es bestimmte Angebote gibt."

Der große Vorteil von Video on Demand sind seine vielen Einsatzfelder. Auch auf dem Handy lassen sich Filme unterwegs mal eben herunterladen. Und wer es dann doch lieber großflächiger auf dem Flachbild-Fernsehen mag, kann über entsprechende technische Zusatzausrüstung die BluRay durch gestreamte Filme in HD-Qualität ersetzen.

Technische Voraussetzungen

Allerdings müssen die technischen Voraussetzungen stimmen: "Grundvoraussetzung, um ein Video online zu sehen, ist Minimum eine 6000er-DSL-Leistung, besser eine 16.000er Leistung. Dann sollten Sie ein Smart-TV haben, dh. mit Internetkabel oder über Wlan. Ist das nicht vorhanden, brauchen Sie eine Settop-Box, einen Satellitenreceiver oder eine Spielekonsole oder ein Handy oder Tablet, was Sie mit dem Fernseher verbinden können. Dann ist es fast schon geschafft.", so Kai Zantke von ComputerBild.

Wenn die Internetleitung mitspielt, entscheidet am Ende vor allem das Angebot und die Bedienerfreundlichkeit der Filmportale über die Lust, Stammkunde zu werden. Hier überzeugte vor allem itunes von Apple, während die Konkurrenz mitunter deutlichen Nachholbedarf offenbarte.

Die besten Anbieter

Das Fazit von den Computerbild-Experten: Testsieger war Apple: Das ist zum einen die Bildqualität, die bequeme Nutzung des Angebotes und vor allem: die große Verfügbarkeit von vielen Filmen in hoher Qualität.

Auf Platz zwei landete Maxdome, während Google Play mit zu wenig aktuellen Filmen und schlechterer Bildqualität enttäuschte. Denn wenn Filme plötzlich ruckeln oder sogar stehen bleiben, dann ist das erhoffte Filmvergnügen per Video on Demand schneller zu Ende als geplant.

Quelle: n-tv.de