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Steuerzentrale oder DJ-Pult: Zubehör für Tablets

Tablets haben sich etabliert - niemand zieht mehr neugierige Blicke auf sich, wenn man mit dem Flachcomputer unterwegs ist. Doch die Computer-Flunder kann noch mehr als nur den schnellen Zugang zum Internet herstellen - mit dem richtigen Zubehör.

Am Anfang waren Tablets für die meisten nichts weiter als ein nettes Gimmick fürs heimische Sofa. Heute sind sie viel mehr: Egal ob als DJ-Pult, Zentrum des Home-Entertainment, mobiler Fernseher, Computer-Ersatz oder 80er-Jahre Spielkonsole...das Tablet ist heute vor allem eines: Ein Tausendsassa!

Oliver Middelhoff ist Ipad-Experte beim Apple-Händler GRAVIS in Berlin. Wenn es um den Einsatz des Ipad als Ersatz des heimischen Laptops geht, hat er eine Empfehlung…

Oliver Middelhoff, Gravis: "Wenn man mal davon ausgeht, das ist ihr normales Ipad, mit dem Sie arbeiten, dann haben sie das Problem, das Sie im Vergleich zum normalen Computer ja nur diese Bildschirmtastatur haben, die ja dann durchaus so ihre Tücken hat, wenn man längere Texte schreiben will."

Tablets als Laptopersatz

Helfen kann eine externe Tastatur, die sich per Magnet mit dem Tablet verbindet. Im Arbeitsmodus verbinden sich Tastatur und Tablet per Bluetooth und geben so beim Schreiben echtes Laptop-Feeling. Gleichzeitig gibt’s weiter die Vorteile des Touchscreen. Praktisch.

Schreiben, bearbeiten und sogar drucken – mit dem richtigen Zubehör macht das Tablet also tatsächlich den Laptops und Netbooks Konkurrenz. Die externe Tastatur kommt aus dem Hause Logitech. Unverbindliche Preisempfehlung: 99 Euro.

Es ist nicht lange her, da hatten der Fernseher und die heimische Stereo-Anlage nichts miteinander zu tun, außer, dass sie im selben Zimmer standen. Bei Technikliebhabern ist das heute oft anders. Und auch hierbei kann das Tablet eine entscheidende und vor allen Dingen auch elegante Rolle spielen...

Tablets als Steuerzentrale

Bei Bang & Olufsen am Berliner Gendarmenmarkt wird auf Hightech und Design gesetzt. Immer wichtiger: Das Tablet als zentrales Steuerelement für die Heimelektronik. Zum Beispiel für den 80.000 Euro teuren Designer-Fernseher… Aber nur Fernsehen – das wäre ja langweilig.

Der Fernseher kann natürlich auch mit dem heimischen Rechner vernetzt werden. So wird er zum Computer-Bildschirm – gesteuert vom Tablet und einer App: die nennt sich "Mobile Maus". Musik und Filme aus dem heimischen Netzwerk können so leicht angesteuert werden.

Auch so genannte Haus-Automatisierungstechnik lässt sich integrieren und dann geht noch mehr.

Andre Zunk, Bang & Olufsen: "Es ist auch schon möglich Lampen zu steuern, Türen zu öffnen, eine Badewanne voll Wasser laufen zu lassen."

Tablets als TV-Empfänger

Wem all’ das zu aufwendig ist und wer in der Mittagspause einfach nur ein bisschen entspannt Fernsehen möchte, für den könnte ein Ipad-DVBT-Empfänger das richtige sein. Er wird direkt mit dem Dock-Anschluss des Ipad verbunden und mit der passenden Gratis-App kann fern geschaut werden. Egal wo, und ganz ohne die mobile Internetverbindung. Das funktioniert auch mit dem Iphone und kostet knapp 100 Euro – ca. 40 Programme inklusive.

Und auch in die DJ-Szene haben Tablets Einzug gehalten, wie beim Münchener DJ Tabou. Sein Job Musik mischen auf höchstem Niveau.

Tablets als DJ-Pult

DJ Tabou: "Seit 20 Jahren mache ich das schon. Ganz normal Old-School mit Turntables angefangen. Und seit 2000 auch mit Digital-Technik."

Und Digital-Technik heißt bei DJ Tabou "iDJ-Pro" ein DJ-System in dessen Zentrum das Ipad steht.

DJ Tabou: "Das ist das Gehirn, also ein vollwertiges Gehirn mit allen Musiksachen. Es ist halt die Plattenkiste für diesen Controller."

Die digitale Musik wird über berührungsempfindliche Plattenteller und für den Laien unendlich viele Schalter und Knöpfe gemixt. Auf dem Ipad läuft eine spezielle DJ-App mit der so einiges angestellt werden kann:

DJ Tabou: "Du kannst über die Software direkt aufnehmen. Das heißt, alles was Du hier live mixt mit Effekten wird aufgenommen. Das kannst Du dann auch am Computer über itunes wieder herausgeben und dir als Mix zusammen setzen oder es als Podcast ins Internet setzen."

Gemeinsam haben sie also einiges zu bieten: Das Ipad und das iDJPro. Kosten tut das gute Stück 479 Euro. Für Experten wie DJ Tabou und seinen Live MC offensichtlich eine gute Investition…

Zum Schluss noch ein Blick ins Computerspielemuseum in Berlin. Einem Mekka für Freunde des digitalen Spielens. Und gemeinsam mit einem Experten von hier wollen wir schauen, wie gut es sich mit dem Tablet spielen lässt.

Tablets als Spielekonsole

"iCade" heißt die etwas andere Spielekonsole, die Robert Adam vom Computerspielemuseum für uns ausprobiert und die 80er Jahre Spielspass auf dem Ipad verspricht.

Tablet und iCade sind per Bluetooth miteinander verbunden und per App kann aus einer umfangreichen Sammlung alter Atari-Klassiker ausgewählt werden…

Robert Adam, Computerspielemuseum: "Das Gerät selber wirkt erstmal nett und von der optischen Verarbeitung entsprechend. Aber man spürt: Wenn man den Joystick anfässt und die Knöpfe berührt und ein paar Partien gemacht hat – ist jetzt nicht das beste von der Verarbeitung her. "

Aber was ein echter Spieler ist, der lässt sich so schnell nicht abschrecken. Schon beim nächsten Spiel funktioniert alles viel besser und ist der Experte dem Charme des iCade erlegen.

Robert Adam / Computerspielemuseum

"Es passt auch mal auf einen Ecktisch. Die Spiele, die Atari dazu liefert sind die alten Klassiker. Sie machen Spass. Die Steuerung ist ok für das Gerät. Insgesamt: Spiel- und Spassfaktor – Daumen nach oben!"

Das iCade gibt’s für 79,00 Euro. Wem das zuviel ist, für den gibt’s im Computerspielemuseum die günstigere Mini-Variante fürs Iphone…

Arbeiten, Fernsehen, Musik hören oder Musik machen – mit dem richtigen Zubehör ist das alles kein Problem …

Quelle: n-tv.de