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Nicht vollständige oder nicht stimmige Kontaktdaten können ein erstes Indiz für unseriöse Anbieter sein.
Nicht vollständige oder nicht stimmige Kontaktdaten können ein erstes Indiz für unseriöse Anbieter sein.(Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa)
Dienstag, 14. März 2017

Neue Betrugsmasche: So erkennt man unseriöse Stellenanzeigen

Es ist eine gemeine Masche: Internationale Betrügerbanden schalten gefälschte Stellenanzeigen in Internet-Jobbörsen oder versenden diese per E-Mail. Doch es gute Anhaltspunkte, die ein unseriöses Angebot entlarven.

Manche Stellenanzeigen klingen einfach zu schön, um wahr zu sein: wenige Stunden Arbeit in Heimarbeit, dafür ein hohes Gehalt. In der Regel stecken hinter solchen Anzeigen Betrüger. Aneta Schikora von der Bundesagentur für Arbeit gibt Tipps, wie Bewerber diese erkennen.

Unvollständige Kontaktdaten

Typisch für unseriöse Stellenanzeigen sind unvollständige Kontaktdaten des Arbeitgebers. Statt einer vollständigen Geschäftsadresse sind zum Beispiel nur eine E-Mail-Adresse und eine Handynummer angegeben.

Abweichende E-Mail-Adresse

Werden interessierte Arbeitsuchende gebeten, ihre Bewerbung an eine von der Absender-Mailadresse abweichende E-Mail-Adresse zu senden, ohne dass ein konkreter Ansprechpartner oder eine Internetadresse für weitere Informationen benannt wurde, handelt es sich mit aller Wahrscheinlichkeit um Spam, vermutlich mit dem Ziel, an reale Nutzerdaten zu gelangen. Möglicherweise enthalten die E-Mails auch Viren oder Trojaner.

Fehlende Infos zum Job

Misstrauisch sollten Bewerber auch werden, wenn es kaum Informationen zu der ausgeschriebenen Stelle gibt. Das kann zum Beispiel sein, dass ein Verdienst in Heimarbeit angepriesen ist, es aber völlig unklar ist, worum es im Einzelnen geht.

Vorab Investitionen

Ebenfalls ein Hinweis auf eine unseriöse Stellenanzeige ist es, wenn Bewerber noch gar keinen Job haben, aber schon Geld ausgeben sollen - etwa für ein kostenpflichtiges Handbuch oder eine Fortbildung.

Kostenpflichtige Hotlines

Völlig unüblich sei es auch, wenn Bewerber sich bei kostenpflichtigen Hotlines melden sollen. Das deutet ebenfalls darauf hin, dass bei einer Stellenanzeige etwas nicht stimmen kann.

Unrealistische Verdienste

Bewerber sollten von Stellenausschreibungen mit unrealistischen Vergütungen die Finger lassen. Es gibt einfach keinen Job, bei dem man für vier Stunden pro Woche in Heimarbeit mehrere tausend Euro Gehalt kassiert. Dahinter stecken auf jeden Fall auch unseriöse Jobanbieter.

Ort des Vorstellungsgesprächs

Ein gesundes Misstrauen ist auch angebracht, wenn Vorstellungsgespräche nicht in der Firma selbst, sondern in einem Hotel oder Restaurant stattfinden sollen.

Quelle: n-tv.de

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