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Fallstricke, Formulare, Fristen: So klappt es mit der Rente

Ob 3109 oder 226 Tage - irgendwann ist das Rentenalter erreicht. Hoffentlich. Damit, wenn es so weit ist, das Geld pünktlich fließt, muss einiges erledigt werden. Finanztest sagt, worauf beim Endspurt vor dem Ruhestand zu achten ist.

(Foto: imago stock&people)

Irgendwann ist es so weit. Die Rente steht vor der Tür. Idealerweise wurde jahrzehntelang vorgesorgt. Jetzt gilt es, alles für eine korrekte und fristgerechte Zahlung der Altersbezüge vorzubereiten. "Finanztest" zeigt, worauf Bald-Rentner wenige Monate vor dem Ruhestand achten müssen.

So banal es klingt: Zunächst muss ein Rentenantrag gestellt werden. Dabei ist es wichtig, das rechtzeitig zu tun. Die 17 Seiten des Antrages sollten drei Monate vor dem gewünschten Termin bei der Rentenversicherung eingehen. Gibt es noch ungeklärte Zeiten im Versicherungsverlauf, dann besser etwas eher. Wichtig zu wissen: Die gesetzliche Rente kann bis zu drei Monate rückwirkend beantragt werden. Wer später dran ist, erleidet finanzielle Einbußen, da die Zahlung dann erst verspätet - ohne Nachzahlungen - beginnen. 

Die Antragsformulare sind in den Beratungsstellen oder den Gemeindeverwaltungen erhältlich. Zudem kann der Antrag auch angefordert werden.

Wer sich nicht alleine durch den Papierberg kämpfen möchte oder sich vorab informieren will, kann sich in einer der Beratungsstellen kostenlos helfen lassen. Unter deutsche-Rentenversicherung.de finden sich die entsprechenden Anlaufpunkte. Unter der Telefonnummer 0800/10004800 kann ein Termin vereinbart werden. Personalausweis, Steuer-ID und Krankenkassendaten sollten zum Gespräch mitgebracht werden.

Eine andere Möglichkeit stellen die Dienste eines freien Rentenberaters dar. Er hilft, Lücken zu klären und den Antrag korrekt auszufüllen. Oder aber prüfen zu lassen, ob die Möglichkeit besteht, durch Zahlung freiwilliger Beiträge noch die Rente zu erhöhen oder überhaupt zu sichern. Je nach Arbeitsaufwand beläuft sich das Honorar auf etwa 350 Euro.

Denn der eine oder andere Fallstrick ist zu beachten. Beispielsweise kann die Rentenkasse das Einkommen für die letzten drei Monate hochrechnen. Dazu wird ein Durchschnittswert aus den vergangenen zwölf Monaten errechnet. Die Rentenhöhe steht somit früh fest und die Bezüge können pünktlich gezahlt werden. Wer jedoch in den letzten Monaten vor dem Ruhestand Sonderzahlungen erwartet, sollte auf dem entsprechenden Formular ankreuzen, dass die Hochrechnung der beitragspflichtigen Einnahmen unterbleiben soll. Dann kann der Versicherungsträger zwar die tatsächliche Rentenhöhe erst berechnen, wenn der Arbeitgeber das letzte Einkommen übermittelt hat, dafür erhöht sich aber auch die Rente. Je nach Höhe der Sonderzahlung kann dies einige Cent oder auch den einen oder anderen Euro pro Monat ausmachen. Was sich bei entsprechender Langlebigkeit durchaus rechnen kann. 

Wird die Richtigkeit der Rentenberechnung infrage gestellt, kann der Versicherte Widerspruch gegen den Bescheid einlegen. Dieser muss dann innerhalb von vier Wochen schriftlich erfolgen.         

Quelle: n-tv.de

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