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Der Arbeitgeber kann Urlaubswünsche auch aus gutem Grund ablehnen.
Der Arbeitgeber kann Urlaubswünsche auch aus gutem Grund ablehnen.
Mittwoch, 13. September 2017

Brückentage nutzen : So sind 70 Tage Urlaub drin

Was nützt das viele Leiden, wenn man sich nicht auch vergnügt. Denken zumindest jene, die nicht gerne zur Arbeit gehen. Aber mit Brückentagen können Arbeitnehmer eine Menge mehr an freien Tagen herausholen. So geht's.

Wer die bundesweiten Feiertage mit den eigenen Urlaubstagen verknüpft, kann deutlich mehr frei machen. Denn wer sich rechtzeitig um seine Urlaubsplanung kümmert, wird durch die geschickte Verknüpfung seiner Urlaubstage mit sogenannten Brückentagen belohnt. Wer über 32 Tage Jahresurlaub verfügt - okay, dies dürfte die Ausnahme sein - kann im Jahr 2018 inklusive Wochenenden 70 freie Tage herausholen.

So sind rund um Neujahr insgesamt 9 freie Tage drin, wenn man, beginnend vom Samstag, 30. Dezember bis Freitag, 5. Januar insgesamt 4 Urlaubstage vor und nach dem Jahresanfang investiert.

Ostern 2018 sind insgesamt 16 freie Tage möglich, wenn man vom 24. März bis 8. April insgesamt 8 Urlaubstage vor und nach den Feiertagen nimmt.

Rund um den 1. Mai (inklusive Christi Himmelfahrt am 10. Mai) sind mit 8 Urlaubstagen 16 freie Tage möglich (28. April - 13. Mai). Pfingsten kann mit 4 Tagen Urlaub auf 9 Tage verlängert werden (19. - 17. Mai). Genauso wie eine geschickte Urlaubsplanung rund um den Tag der deutschen Einheit (29. September - 7. Oktober).

Weihnachten und Neujahr 2018 kann man mit 4 Urlaubstagen insgesamt sogar 11 freie Tage am Stück herausholen (22. Dezember - 1. Januar 2018). Und wer in einem katholischen Bundesland arbeitet, kann noch über einige Feiertage mehr bei der Brückentagsplanung verfügen.

Für alle Arbeitnehmer gilt aber, dass der Arbeitgeber zwar die Wünsche seiner Mitarbeiter bei der Urlaubsplanung berücksichtigen muss, diese aber auch aus betrieblichen Gründen verweigern kann, beispielsweise dann, wenn alle Beschäftigten am selben Tagen frei haben möchten. In diesem Falle sind Kollegen mit Kindern im Vorteil, da sie als sozial schutzbedürftiger gelten und deshalb in einem solchen Fall bevorzugt werden dürfen.

Gut zu wissen: Der Arbeitgeber darf nur in Ausnahmefällen wie etwa einen krankheitsbedingten Personalnotstand einen bereits genehmigten Urlaub streichen.  

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer in Deutschland bei einer Sechs-Tage-Woche Anspruch auf mindestens 24 Urlaubstage pro Jahr. Bei einer Fünf-Tage-Woche sind es mindestens 20 Tage.

Quelle: n-tv.de

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