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Donnerstag, 24. September 2009

Entschädigung für Lehman-Opfer: Sparkasse Hannover zahlt

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Bei der Commerzbank und der Hypo Real Estate seien auch keine Aktionäre zur Kasse gebeten worden.
(Foto: picture-alliance/ dpa)

Im Streit um die Entschädigung von deutschen Opfern der Lehman-Pleite hat Verbraucherschützern zufolge erstmals eine Bank ein faires Angebot gemacht. Die Sparkasse Hannover habe ein deutschlandweit bisher einmaliges Vergleichsangebot vorgelegt, teilte die Verbraucherzentrale Niedersachsen mit. Dies könne auch anderen Banken als Musterbeispiel für eine außergerichtliche Entschädigung dienen.

Die Sparkasse Hannover hatte Kunden, die durch die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ihr Geld verloren haben, eine Entschädigung von 50 bis 75 Prozent der verlorenen Summe angeboten. Dies sei deutlich besser etwa als ein Modell der Citibank von Ende Mai, teilte die Verbraucherzentrale mit. Die Citibank hatte den Angaben zufolge nur einem Viertel ihrer Kunden eine Entschädigung zwischen 30 und 80 Prozent angeboten. Die Offerte der Hannoveraner Sparkasse gelte dagegen für alle Betroffenen.

Die Kunden sollen das Angebot so schnell wie möglich eingehend prüfen, erklärte Andreas Gernt, Finanzexperte der niedersächsischen Verbraucherzentrale. Die Alternative sei ein Prozess um Schadenersatz, der aber lange dauern könne und mit finanziellen Risiken verbunden sei. Zehntausende deutsche Sparer hatte bei der Pleite von Lehman Brothers Geld verloren, das sie in Zertifikate der Bank gesteckt hatten. Die Wertpapiere waren oft als sichere Anlage empfohlen worden.

AFP

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