Ratgeber

Wenn es finanziell eng wird: Staatlicher Zuschuss für die eigene Immobilie?

Von Axel Witte

Bisweilen reicht das Einkommen vorne und hinten nicht, um alle Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Bei den Kosten für die Unterkunft hilft der Staat in Form von Wohngeld. Gibt es die Hilfe auch für die Finanzierung des eigenen Wohnobjektes?

(Foto: imago/Ralph Peters)

Wohnen kostet Geld - für Menschen mit niedrigem Einkommen oder bei hoher finanzieller Belastung oft zu viel. In solchen Fällen hilft der Staat mit Wohngeld. Dabei ist dieser Zuschuss kein Almosen. Wer zum Kreis der Berechtigten gehört, hat darauf einen Rechtsanspruch. Doch gilt dies auch für Immobilienbesitzer und die Finanzierung des Objektes?

Ja, zur Sicherung angemessenen Wohnens sieht das Wohngeldgesetz (WoGG) auch Unterstützung für Immobilieneigentümer vor - in Form des sogenannten Lastenzuschusses. Allerdings nur, wenn der Wohnraum auch selbst genutzt wird. Dies gilt sowohl für Wohnungen als auch für Ein- oder Zweifamilienhäuser. Zuschussfähig sind zum Beispiel Zins und Tilgung eines Bau-, Kauf oder Modernisierungsdarlehens, Kosten für Instandhaltung und Instandsetzung.

Die Höhe des Wohngeldes hängt von der Anzahl der Haushaltsmitglieder ab, deren monatliches Gesamteinkommen und der zu berücksichtigenden monatlichen Belastungen durch die Immobilie. Zum Einkommen zählen alle zu versteuernden Einkünfte, zum Beispiel Löhne, Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Kapitaleinkünfte oder Mieteinnahmen. Es gibt gesetzlich vorgegebene Höchstbeträge, die sich bei entsprechend hoher Anzahl der Haushaltsmitglieder auf über 1000 Euro summieren können.

Nach Auskunft des Bundesbauministeriums stellt ein Vermögen von bis zu 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied und 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied keinen Hinderungsgrund für den Bezug des Lastenzuschusses oder auch das Wohngeld dar. Wer hingegen Transferleistungen wie die Grundsicherung oder eine sonstige finanzielle Hilfe zum Lebensunterhalt bezieht, hat keinen Anspruch auf Wohngeld. Kindergeld bleibt unberücksichtigt.

Zuständig für den Antrag ist die Wohngeldstelle, die es bei jeder Stadt- oder Gemeindeverwaltung gibt. Hier stehen auch die entsprechenden Antragsformulare zur Verfügung. Gezahlt wird es nicht rückwirkend, sondern ab dem Monat, in dem der Antrag gestellt wurde. Der Lastenzuschuss wird in der Regel für 12 Monate bewilligt. 

Quelle: n-tv.de

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