Dienstag, 20. Juli 2010
Sortieren lohnt sich: Stuttgarts Müll am teuersten
Manche haben die Tonnen vor der Haustür, andere müssen die Tüten eigens zum Recyclinghof bringen.
(Foto: picture-alliance/ dpa)
Die Müllgebühren in deutschen Städten unterscheiden laut Stiftung Warentest zum Teil erheblich. In Stuttgart müssen Verbraucher am meisten für ihren Restmüll zahlen: Für eine 240-Liter-Tonne - geeignet für 16 Personen - fallen bei wöchentlicher Leerung pro Jahr Kosten von 854 Euro an. In Köln sind es immerhin 798 Euro für die graue Restmülltonne, in Düsseldorf 762 Euro. Günstig kommen die Berliner weg: In der Hauptstadt liegen die Gebühren bei 394 Euro. In Hamburg kommen zum Grundpreis von 277 Euro pro Tonne noch mal 74 Euro Gebühr pro Haushalt hinzu.
Auch der Leistungsumfang bei den Müllgebühren variiert von Stadt zu Stadt. Teils sind beispielsweise alle Tonnen bis auf die Restmülltonne kostenlos. Hier lohnt sich das Mülltrennen dann ganz besonders. Wer Verkaufsverpackungen in den Restmüll wirft statt in die gelbe Tonne, zahlt ohnehin doppelt. Denn der Handel kalkuliert die Entsorgungsgebühren bei Waren mit dem "grünen Punkt" gleich mit ein. Man zahlt also schon beim Kauf für die Leerung des gelben Sacks sowie für die Entsorgung von Glas- und Papierverpackungen. Abfall mit Verstand und System zu entsorgen lohne sich also nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel, so das Fazit der Warentester.
ino/AFP
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