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Trotz Elterngeld arbeiten: Teilzeit ist möglich

Das Elterngeld, das bis zu 14 Monate nach der Geburt an Mütter und Väter gezahlt wird, die mit der Arbeit aussetzen, orientiert sich am bisherigen Einkommen und beträgt 67 Prozent des Nettogehalts, höchstens aber 1800 Euro und mindestens 300 Euro im Monat. Dennoch ist es möglich, auch während des Bezuges von Elterngeld Teilzeit zu arbeiten.

Elterngeld wurde als Lohnersatz für Mütter und Väter eingeführt, die nach der Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit unterbrechen.
Elterngeld wurde als Lohnersatz für Mütter und Väter eingeführt, die nach der Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit unterbrechen.

Nicht jeder möchte es, aber viele Eltern wissen es einfach gar nicht: Wer Elterngeld bekommt, darf trotzdem arbeiten gehen. Allerdings ist die Wochenstundenzahl dann begrenzt.

Arbeitnehmerin A hatte ein Kind bekommen. Ein paar Monate nach der Geburt wollte sie anfangen, wieder ein paar Stunden Teilzeit zu arbeiten. Sie war sich jedoch nicht sicher, ob das mit dem Elterngeld vereinbar ist. "Das ist ein häufiges Missverständnis", sagt Michael Tell, Ratgeberautor zum Thema Elterngeld. "Viele denken, dass sie nicht nebenher arbeiten dürfen, wenn sie Elterngeld bekommen." Das sei jedoch nicht der Fall. Bis zu 30 Wochenstunden sind erlaubt. Eltern erhalten dann allerdings nur 65 Prozent der Differenz zwischen dem Teilzeitgehalt und dem Einkommen vor der Geburt. Kommen Arbeitnehmer allerdings über die Grenze von 30 Wochenstunden, entfällt das Elterngeld. Wer Teilzeit arbeiten will, sollte daher genau auf die Stundenanzahl schauen.

Tell rät, sich bereits zum Beginn der Schwangerschaft Gedanken zum Thema Elterngeld zu machen. In einigen Fällen könne es sich für werdende Eltern nämlich lohnen, vor dem Antrag auf Elterngeld die Steuerklasse zu wechseln. Solche Sachen vorzubereiten, brauche jedoch Zeit. Bevor Arbeitnehmer sich für einen solchen Schritt entscheiden, sollten sie außerdem vorher mit einem Steuerberater sprechen.

Das Elterngeld wurde als Lohnersatz für Mütter und Väter eingeführt, die nach der Geburt eines Kindes ihre Berufstätigkeit unterbrechen. Es beträgt 67 Prozent des letzten Nettogehalts. Das Elterngeld beträgt jedoch höchstens 1800 und mindestens 300 Euro im Monat. Es wird maximal 14 Monate gezahlt und ist sowohl für Angestellte als auch Selbstständige vorgesehen, die mit ihrem Kind in einem gemeinsamen Haushalt leben und in wirtschaftlicher Hinsicht selbst versorgen.

Das Elterngeld muss nicht direkt versteuert werden, allerdings unterliegt es der Progression und erhöht somit die Höhe des zu versteuernden Einkommens.

Quelle: n-tv.de

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