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Glänzende Rendite oder Gefahr?: Tipps zum Goldkauf

Fast 8000 Tonnen Gold besitzen die Deutschen - in Schmuck, Barren und Münzen. Viele wollen noch mehr kaufen - das Edelmetall wird oft als krisensichere Anlage beworben. Bei der Investition sind aber einige Dinge zu beachten.

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Gold ist weiterhin bei Anlegern gefragt. Das Metall wird pro Feinunze berechnet, die 31,1035 Gramm  entspricht. Der Preis wird teilweise durch die Nachfrage nach echtem Gold bestimmt, das die Schmuckbranche oder die  Halbleiterindustrie benötigen. Teilweise richtet er sich aber auch nach den Finanzmärkten: Hier orientiert er sich daran, wie viele  Anleger den Kauf von Gold als rentabler ansehen als andere Geldanlagen.

In welcher Form kann ich Gold kaufen?

Gold kann in physischer Form als Münze oder Barren gekauft  werden. Es gibt aber auch Zertifikate, Optionsscheine, Fonds oder andere Wertpapiere, die den Goldpreis abbilden oder sich an ihm orientieren. Sie erlauben teils auch, auf einen fallenden Goldpreis zu wetten. Außerdem kann auch über Aktien von Goldminen oder Bergbau-Unternehmen indirekt am Goldpreis verdient werden.

Wo kann ich Gold kaufen und verkaufen?

Physisches Gold handeln die Banken sowie Unternehmen, die sich  auf den Goldmarkt spezialisiert haben. Goldpapiere können generell dort erworben und verkauft werden, wo auch andere Wertpapiere erhältlich sind. Bezahlt werden kann dabei natürlich in Euro, im Hintergrund steht aber immer der Goldpreis in Dollar: Anleger sollten deshalb nicht nur auf den steigenden Goldpreis schauen, denn ein fallender Dollar-Kurs kann diesen wieder auffressen.

Fallen beim Kauf auch Gebühren an?

Beim Kauf von Gold muss ein Aufschlag auf den Kurs gezahlt werden, so dass der Ankaufspreis stets über dem Verkaufspreis liegt. Je kleiner die gekaufte Menge, desto größer ist dieser Aufschlag. Und: Bei Barren ist der Aufschlag meist größer als bei Münzen. Bei den Münzen richtet sich der Preis aber auch nach dem Sammlerwert, nicht nur nach dem Goldpreis. Bei Goldpapieren fällt -  wie bei Wertpapieren üblich - ein Ausgabeaufschlag von bis zu fünf  Prozent an.

Muss ich Gold versteuern?

Barren und Münzen müssen in Deutschland weder beim Kauf noch beim Verkauf versteuert werden. Für Gold-Wertpapiere gilt dies nicht: Sie werden wie Aktien behandelt. So fallen etwa beim Verkauf  von Goldzertifikaten 25 Prozent Abgeltungssteuer auf die Gewinne an. Anleger können allerdings versuchen die Steuer zu umgehen, indem sie dem Finanzamt nachweisen, dass sie direkte Eigentümer des in den Wertpapieren hinterlegten Golds sind. Dies ist etwa bei bestimmten Gold-Trusts, Exchange Traded Funds bzw. Exchange Traded Receipts der Fall.

Ist Gold wirklich eine sichere Anlage?

Ja und nein. Einerseits ist die Menge an Gold auf der Welt begrenzt, weil kaum noch neue Vorkommen erschlossen werden. Deshalb dürfte es immer Nachfrage nach dem Metall geben und Gold wohl immer etwas wert sein. Andererseits zeigen die vergangenen Jahrzehnte, dass heftige Preisschwankungen vorkommen - und damit möglicherweise auch herbe Verluste. Das Vermögen von Anlegern wächst nur, wenn der Goldkurs steigt - laufende jährliche Zinsen gibt es nicht.

Quelle: n-tv.de

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