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Am Roten Meer ist es gerade nicht sehr voll.
Am Roten Meer ist es gerade nicht sehr voll.(Foto: AP)

Ägypten bleibt unsicher: Tui und Alltours stornieren weitere Reisen

Die Lage in Ägypten ist nach wie vor kritisch. Viele deutsche Reiseveranstalter meiden das Land daher weiterhin. In den Herbstferien in die ägyptische Sonne wird damit ein schwieriger Reisewunsch.

Tui und Alltours haben alle Ägypten-Reisen bis zum 15. Oktober abgesagt. Damit reagierten sie anders als die Konkurrenten DER Touristik und Thomas Cook, die in den vergangenen Tagen angekündigt hatten, ab dem 30. September wieder Reisen nach Ägypten anzubieten. Es sei unklar, wann sich die Einschätzung des Auswärtigen Amtes verändere, teilte Tui mit.

Auch Alltours verweist in einer Mitteilung auf die Reise- und Sicherheitshinweise. Die Behörde rät derzeit von Reisen in das Land ab. Die Absage gilt für alle Reisen von Tui, 1-2-fly, airtours und Discount Travel, bei Alltours auch für byebye und Alltours X. Bei beiden Veranstaltern gibt es zudem die Möglichkeit, bis Ende Oktober geplante Reisen kostenlos zu stornieren oder umzubuchen. Bislang machte der Großteil der Urlauber von der Möglichkeit zur Umbuchung Gebrauch. Bevorzugt gehe es dabei nach Griechenland, in die Türkei oder nach Spanien.

In der Tourismusbranche gibt es keinen einheitlichen Umgang mit der Lage in Ägypten. DER Touristik und Thomas Cook hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, ab dem 30. September wieder Reisen anzubieten. FTI und Schauinsland waren die ganze Zeit am Roten Meer verblieben.

Das Auswärtige Amt mahnt weiter zur Vorsicht. Die Behörde schreibt in ihrem Reisehinweis: "Aufgrund der aktuellen Lage und der Unvorhersehbarkeit der Entwicklungen wird von Reisen nach Ägypten derzeit abgeraten. Von Reisen nach Kairo, in die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und ins Nildelta wird dringend abgeraten."

Deutsche Reiseanbieter hatten ihre Aktivitäten in Ägypten nach der Entmachtung des Präsidenten Mohammed Mursi durch das Militär und den folgenden blutigen Räumungen von Protestlagern seiner Anhänger im August aus Sicherheitsgründen generell gestoppt. In Ägypten gilt nach wie vor ein von der Armee verhängter Ausnahmezustand.

Quelle: n-tv.de

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