Dienstag, 20. Februar 2007
Sterbegeldversicherung: Unnötig und teuer
Sterbegeldversicherungen sind bei Senioren bliebt. Im Todesfall müssen sich die Angehörigen nicht um die Bestattungskosten sorgen. In der Praxis begraben sie aber vor allem viel Geld. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer neusten Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest".
So zahlt zum Beispiel ein 65-Jähriger, der bei KarstadtQuelle 5000 Euro absichern will, bis zum Alter von 85 Jahren 6974 Euro ein. An der insgesamt schlechten Rendite ändert auch die Überschussbeteiligung nichts, mit der die Versicherung wirbt. Rein rechnerisch lohnt sich eine Sterbegeldversicherung nur, wenn der Versicherte kurz nach Ablauf der Wartefrist verstirbt, die je nach Versicherung sechs Monate bis vier Jahre dauert.
In allen anderen Fällen ist es günstiger, durch ganz normales Sparen vorzusorgen. Legt ein Rentner etwa 3700 Euro zur Seite, wächst sein Guthaben schon bei drei Prozent Zinsen nach zehn Jahren auf fast 5000 Euro an. Damit können die Hinterbliebenen eine durchschnittlich teure Beerdigung problemlos finanzieren.
Viele Menschen besitzen zudem schon eine Absicherung für Beerdigungskosten, zum Teil ohne es zu wissen. Etwa über eine betriebliche Sterbekasse, eine Risikolebensversicherung oder die gesetzliche beziehungsweise private Unfallversicherung. Für eine spezielle Sterbegeldversicherung gibt es daher in der Regel gar keinen Grund.
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