Dienstag, 03. November 2009
Verbraucherschützer sorgen sich: Verkauf von Quelle-Kundendaten?
Verbraucherschützer sorgen sich laut Medienberichten um den Verbleib der bis zu acht Millionen Kundendaten, die auf den Festplatten der in Abwicklung befindlichen Quelle-Versandgruppe gespeichert sind. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte einem Bericht der Tageszeitung "Nürnberger Nachrichten" zufolge den Insolvenzverwalter auf, die wertvollen und zum Teil sensiblen Kundendaten nicht wie die anderen Waren zu verkaufen.
Nach dem gerade erst novellierten Datenschutzgesetz dürfte das Unternehmen wohl nach dem unter Experten heftig umstrittenen "Listenprivileg" bestimmte Daten wie Name, Anschrift, Geburtsjahr und maximal ein einziges Kaufmerkmal - beispielsweise wenn der Kunden häufig Wein bestellt - weiterveräußern, wie das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht erklärt.
Andere Daten wie Bankverbindungen und Angaben zur Zahlungsmoral dürfen dagegen nicht weitergegeben werden. Diese Daten würden gesperrt und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht gelöscht, heißt es dazu bei Quelle. Verbraucherschützer bleiben aber misstrauisch. So rät die zuständige Fachbereichsleiterin beim vzbv den Versandkunden der üblicherweise bei Bestellungen erteilten Nutzungsgenehmigung ihrer Daten zu widersprechen und die Löschung zu beantragen.
dpa
Hintergründe zur Nachricht
Ratgeber
-
Manchmal reicht Haushaltsreiniger
Schimmel schnell bekämpfen
-
Stromanbieter-Wechsel
Hohe Ersparnisse möglich
-
"Wir haben viel dazugelernt"
E-Postbrief läuft schleppend an
-
Bei Sturz auf Eisplatte
Gemeinde haftet nicht immer
-
Viele Überstunden, wenig Geld
Hartz-IV-Empfänger darf ablehnen
-
Wandputz aus Lehm
Gesunde Luft und gutes Klima
-
Garantie-Extras für Elektrogeräte
Das meiste kann man sich sparen
-
Für geprellte Fluggäste
Schlichtungsstelle kommt
-
Eigenheim statt Aktien
Anleger bleiben risikoscheu
-
Solaranlagen, Wärmepumpen & Co.
Wie winterfest ist die Heizung?
-
"Ihr Steuerbescheid ist da"
Falsche Elster-Mails im Umlauf
-
Nahrungsergänzungsmittel
Kein Versprechen ohne Nachweis
