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Wird ein Ping-Anruf angenommen oder zurückgerufen, sollte schnell aufgelegt werden, um die Kosten niedrig zu halten.
Wird ein Ping-Anruf angenommen oder zurückgerufen, sollte schnell aufgelegt werden, um die Kosten niedrig zu halten.(Foto: imago/McPHOTO)
Donnerstag, 12. Oktober 2017

Warnung der Bundesnetzagentur: Vorsicht: Bei Anruf Betrug!

Der Trick ist weder neu noch besonders originell: Betrüger versuchen über sogenannte Ping-Anrufe, Rückrufe zu provozieren, welche dann mit sehr hohen Kosten verbunden sind. Das sollten Verbraucher wissen.

Das Telefon klingelt. Der Anruf erreicht den Anschlussbesitzer jedoch nicht. Stattdessen findet sich auf dem Display die Information, dass ein Anruf in Abwesenheit eingegangen ist. So weit, so alltäglich. Allerdings mogeln sich derzeit unter die bekannten Kontakte sogenannte Ping-Anrufe. Mit dieser betrügerischen Maßnahme versuchen Kriminelle Menschen zu einem Rückruf zu animieren, der sie dann teuer zu stehen kommen kann. Denn meldet sich der Empfänger solcher Anrufe unter der Nummer zurück, startet dort eine Bandansage, die den Anrufer um Geduld bittet. Und diese Wartezeit kann leicht einige Euro pro Minute kosten.

Bei der Bundesnetzagentur gehen derzeit viele Beschwerden zu diesen Ping-Anrufen ein. Es geht insbesondere um Anrufe unter Anzeige ausländischer Rufnummern. Aktuell gehen insbesondere Beschwerden zu Rufnummern aus Tunesien (Vorwahl +216 beziehungsweise 00216) und Burundi (Vorwahl +257 beziehungsweise 00257) ein. Die entsprechenden Landesvorwahlen können auf den ersten Blick mit lokalen Vorwahlen (Ortsnetzkennzahlen) verwechselt werden.

Weit verbreitet sind auch Ping-Anrufe, die mit 0137 beginnen. Mithilfe von Vorvorwahlen ist es auch möglich, dass die eigentliche Rufnummer nicht angezeigt wird. Aber auch Rufnummern, die mit 0800 beginnen, ist nicht unbedingt zu trauen, da es sich um ein sogenanntes R-Gespräch handeln könnte. Bei einem solchen Telefonat übernimmt der Angerufene die Kosten des Anrufs. In diesem Fall ist also noch nicht einmal ein Rückruf erforderlich, um zur Kasse gebeten zu werden.

Die Bundesnetzagentur rät dringend davon ab, entsprechende Rufnummern zurückzurufen oder Gespräche anzunehmen, wenn kein Anruf aus den entsprechenden Ländern oder von kostenfreien Nummern erwartet wird. Vielmehr sollten die Betrugsversuche unbedingt der Behörde hier gemeldet werden. Denn die Bundesnetzagentur erlässt regelmäßig eine Liste mit Rechnungslegungs- und Inkassierungsverboten zu entsprechenden Rufnummern, über die Verbraucher vor missbräuchlichen Kosten geschützt werden. Denn wer auf seiner Telefonrechnung eine in der Liste genannte Rufnummer ausfindig macht, kann den Rechnungsbetrag beim Telefonanbieter entsprechend kürzen.  

Bereits im Juli dieses Jahres wurde zudem die Abschaltung von 52.000 Rufnummern angeordnet, bei denen eine Ortsnähe vorgetäuscht wurde. 

Quelle: n-tv.de

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