Ratgeber

Terror in Brüssel: Was Reisende wissen müssen

Die Anschläge in der belgischen Hauptstadt erschüttern Europa. Die Behörden in Belgien verhängen die höchste Sicherheitsstufe. Flüge werden gestrichen, der Zugverkehr ist unterbrochen, die Grenzen strenger bewacht. Das Auswärtige Amt mahnt zu besonderer Vorsicht.

Bei Terroranschlägen in Brüssel starben dutzende Menschen.
Bei Terroranschlägen in Brüssel starben dutzende Menschen.(Foto: imago/Reporters)

Nach den Anschlägen in Brüssel haben die Behörden in Belgien die höchste Sicherheitsstufe verhängt. Flüge werden gestrichen, die Brüsseler Metro geschlossen. Hier gibt es genaue Informationen:

Informationen zur Sicherheitslage

Das Auswärtige Amt in Berlin hat einen Sicherheitshinweis veröffentlicht: "Reisende in Brüssel werden dringend gebeten, sich in der Stadt nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen", heißt es darin. Zugleich rief das Auswärtige Amt dazu auf, größere Menschenansammlungen zu meiden und Weisungen der belgischen Sicherheitskräfte unbedingt zu befolgen. Das Ministerium richtete eine Notfallnummer für Fragen ein: 030 / 5000-3000.

Der Brüsseler Flughafen hat nach den Explosionen eine Telefonnummer für besorgte Freunde und Angehörige eingerichtet. Unter +32 2 753 7300 können sie sich informieren. Das Brüsseler Mobilfunknetz war am Vormittag praktisch zusammengebrochen.

Flüge

Der Flughafen von Brüssel ist geschlossen. Reisende finden hier Informationen zu den Flügen. Flüge von deutschen Flughäfen nach Brüssel werden umgeleitet. Wer per Flugzeug in die belgische Hauptstadt reisen will, kommt nicht an sein Ziel.

Informationen zu Flügen der Lufthansa finden Sie hier. Kunden von Ryanair und Easyjet werden hier und hier fündig.

Betroffene Passagiere können ihr Flugticket zurückgeben oder umbuchen und erhalten den vollen Preis zurück. Sie müssen nicht warten, bis die Airline den Flug annulliert. Denn die Lage in Brüssel sei ein außergewöhnlicher Umstand - der Kunde kann vom Beförderungsvertrag zurücktreten und bekommt das Geld zurück. Schadenersatz für weitere anfallende Kosten gibt es nicht.

Wer per Stop-Over in Brüssel ein anderes Reiseziel erreichen will, wird von seiner Airline in der Regel auf eine alternative Route umgebucht. Wie lange das dauert, ist offen. Daher müssen sich diese Passagiere auf erhebliche Verzögerungen ihrer Reise einstellen.

Ab drei Stunden Verspätung am Zielort oder bei Annullierung steht Passagieren normalerweise eine Entschädigung zu. Das schreibt die EU-Fluggastrechteverordnung vor. Allerdings nicht in diesem Fall, denn die Airlines sind bei höherer Gewalt oder einem außergewöhnlichen Umstand von der Zahlungspflicht befreit.

Bahnreisen

Die Deutsche Bahn hat den Zugverkehr zwischen Aachen und der belgischen Hauptstadt eingestellt. Züge von Frankfurt über Köln nach Belgien endeten schon in Aachen, sagte ein Bahnsprecher. Das werde voraussichtlich den ganzen Tag so bleiben. Die Bahn informiert darüber hier.

Auch der Hochgeschwindigkeitszug Thalys hat seine Fahrten über Belgien eingestellt. Auf Twitter empfiehlt das Unternehmen, alle Reisen zu verschieben. Fahrkarten, die für den 22. und 23. März gebucht sind, können Reisende kostenlos umtauschen oder sich erstatten lassen.

Reiserücktrittsversicherung

Diese kann nicht in Anspruch genommen werden. Denn sie zahlt nicht bei höherer Gewalt. Versichert sind in der Regel nur unerwartete, schwere Krankheiten. Angstpsychosen zählten aber nicht dazu.

Auswirkungen an den Grenzen

An Flughäfen und Bahnhöfen in Deutschland sowie der deutsch-belgischen Grenze kündigte die Bundespolizei verschärfte Sicherheitsvorkehrungen an. Auch Frankreich und Niederlande verschärfen die Kontrollen an den Grenzen. Autoreisende müssen sich auf Verzögerungen an den Landesgrenzen einstellen.

Über die aktuellen Ereignisse informiert Sie unser Live-Ticker.

Quelle: n-tv.de

Empfehlungen