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Probiert wird selten: Weinhandlungen im Vergleich

Es gibt gute Gründe dafür, Wein nicht im Supermarkt zu kaufen, sondern im Fachhandel: Die einen freuen sich über breite Auswahl und interessante Empfehlungen. Die anderen wollen vielleicht einfach nur einen Fehlgriff vermeiden. Ein Test zeigt, wo Weinkäufer am besten aufgehoben sind.

An der Auswahl gab es wenig auszusetzen.
An der Auswahl gab es wenig auszusetzen.

Ein Glas Rotwein für den Feierabend oder ein edler Tropfen zum runden Geburtstag – Wein hat hierzulande zwar nicht den Stellenwert wie in Frankreich oder Italien, ist aber durchaus beliebt: Rund 20 Liter konsumiert ein Deutscher im Schnitt pro Jahr. Und wer etwas mehr erwartet als Standardware vom Discounter, der kauft auch gerne mal beim Fachhändler vor Ort. Viele Kunden schätzen hier nicht nur das Angebot, sondern auch die individuelle Beratung und eine besondere Atmosphäre.

Neben kleinen, inhabergeführten Geschäften richten sich auch einige Fachhandelsketten an die weinliebende Kundschaft. Das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) hat für n-tv nun sieben überregionale Filialisten unter die Lupe genommen: Wo kennen sich die Mitarbeiter am besten aus? Wer punktet mit vielfältigem Sortiment? Und wer bietet auch noch Zusatzangebote rund um Wein und Genuss?

Insgesamt hinterließen die Anbieter einen guten Eindruck: Zu den Stärken der Branche zählten vor allem freundliche und motivierte Mitarbeiter, die sich Zeit für ihre Kunden nahmen. Allerdings waren die Beratungen nicht immer individuell und kompetent genug. Knapp jeder dritte Verkäufer fragte zum Beispiel nicht nach Preisvorstellungen. Die sind aber wichtig, schließlich ist die Preisspanne bei Weinen enorm. In einem Drittel der Fälle wurde auch nur ein Wein empfohlen, ohne dass der Berater Alternativen genannt hätte. Nicht mal in der Hälfte der Fälle wurde den Interessenten angeboten, den empfohlenen Wein vorher zu probieren.

 "Zum Teil erwiesen sich auch die Fachkenntnisse des Personals als schwach", moniert DISQ-Chefin Bianca Möller. "Fragen zum Korkgeschmack bereiteten manchmal Schwierigkeiten. Aber auch die gesetzlichen Anforderungen an Bioweine waren nicht jedem Verkäufer geläufig."

Auch Zubehör im Sortiment

So haben die Händler abgeschnitten.
So haben die Händler abgeschnitten.

Als klarer Pluspunkt erwies sich das Weinsortiment. "Die meisten Filialen boten eine üppige Auswahl an Weinen unterschiedlichster Rebsorten und aus verschiedenen Regionen", so Möller. Auch Weinzubehör wie Korkenzieher, Gläser oder Bücher fehlte nur selten. Darüber hinaus überzeugten die Fachhändler mit ansprechend gestalteten Filialen und einer angenehmen Atmosphäre.

Als Testsieger und damit "Bester Weinhändler 2013" ging Barrique aus der Untersuchung hervor. In den Filialen gab es eine große Auswahl an Weinen und Zubehör wie Gläsern und Karaffen. Die Mitarbeiter waren besonders motiviert und hilfsbereit. Auch mit Beschwerden gingen sie professionell um. Den zweiten Rang belegte Rindchen’s Weinkontor. Hier erschienen die Mitarbeiter sehr kompetent, positiv fielen auch die Zusatzangebote auf, etwa Veranstaltungen wie Weinseminare. Mövenpick Weinkeller wurde Dritter. Die ansprechend gestalteten Filialen überzeugten ebenso wie die freundlichen, sachkundigen Mitarbeiter und das breite Weinangebot.

Quelle: n-tv.de

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