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Immerhin reichte es für drei Sorten des fritierten Gemüses für die Note "gut".
Immerhin reichte es für drei Sorten des fritierten Gemüses für die Note "gut".(Foto: imago/Westend61)
Dienstag, 29. August 2017

Knabbern ohne Reue?: Wenige Gemüsechips können überzeugen

Gesund knabbern? Schön wär's. Denn auch wenn Chips aus Gemüse erst einmal weniger belastend klingen als die entfernte Verwandschaft aus der Kartoffel, findet Warentest vor allem die üblichen Verdächtigen in den Produkten: Zucker, Fett und Salz.

Aubergine, Rote Bete, Pastinake, Süßkartoffel oder Karotte - das muss doch gesund sein, denken sich immer mehr Verbraucher und langen statt in die Kartoffel-Chips-Tüte bei der fritierten Gemüse-Variante zu. Aber nein, Knabbern ohne Reue bleibt auch mit Gemüsechips eine Illusion, wie die Stiftung Warentest in einer Untersuchung von 15 entsprechenden Produkten festgestellt hat. Denn die meisten von ihnen sind wahre Kalorienbomben.

Noch dazu wurden bei vier Chips-Sorten bedenkliche Stoffe gefunden. So entdeckten die Tester in den Chips von Netto Marken-Discount, in den Svenska-Bio-Lant­Chips und den Tegut-Gemüse-Kesselchips Acrylamid, welches in Tier­versuchen krebs­er­regend und erbgutschädigend wirkt. Bei den Chips von Tyrrells war die darin enthaltende Rote Bete stark mit Nitrat belastet. Dieses kann im Körper zu Nitrit und dann unter anderem zu Nitrosaminen reagieren, welche im ­Tierversuch ebenfalls krebs­er­regend wirken. In der Konsequenz gab es denn auch für alle vier Produkte die Note "mangelhaft".

Bei den anderen Gemüsechipssorten waren die Funde weniger brisant. Allerdings befand Warentest, dass das Gros der Produkte nur mittel­mäßig ist, da sie fettig schmecken und riechen, brandig im Geschmack sind oder teilweise eine pappige Konsistenz haben. Auch nicht schön, aber wenigstens ist der Verzehr nicht gefährlich. Wenn da nicht in den meisten Chips zu viel Zucker, Fett und Salz zu finden wäre. Was dann doch wieder nicht gesund ist - zumindest mittelfristig.   

Aber immerhin reichte es für drei Sorten des fritierten Gemüses dennoch für die Note "gut". Sie konnten vor allem bei der Sensorik, der Fettqualität und dem weniger ausgeprägten Vorhandensein kritischer Stoffe punkten. Namentlich hatten die Seeberger Veggie Chips (1,7, 100 Gramm für 4,15 Euro), die Funny Frisch Veggie Chips gesalzen (1,9, 100 Gramm für 3,20 Euro) und die Trafo Vegetable Chips (2,3, 100 Gramm für 3,70 Euro) bei der Untersuchung die Nase vorn. 

Quelle: n-tv.de

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