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Verkehrsrechtsschutz im Test : Wenn es auf der Straße kracht

Pro Minute kommt es in Deutschland zu vier bis fünf Unfällen. Um die Frage, wer für den Unfall verantwortlich ist, kommt es häufig zum Streit. Um die damit verbundenen Kosten zu vermeiden, empfiehlt sich eine Verkehrsrechtsschutzversicherung. Warentest hat die Policen getestet.

Egal ob Autofahrer, Radler oder Fußgänger - sie alle nehmen am Straßenverkehr teil. Kommt es dort zu einem Unfall, gibt es nicht selten Streit über die Schuldfrage. Wer haftpflichtversichert ist, muss einen etwaigen Schaden zwar nicht selber zahlen, um einen etwaigen Rechtstreit günstig zu finanzieren bedarf es aber einer Verkehrsrechtsschutzversicherung. Stiftung Warentest hat sich entsprechende Produkte für Alleinstehende mit und ohne Auto sowie Familie mit Kindern mit einem oder mehreren Fahrzeugen angesehen.

Die erfreuliche Nachricht zu Beginn: Von den 114 getesteten Tarifen sind 24 "sehr gut" und 75 "gut". Und noch dazu sind die Policen mit deutlich unter 100 Euro günstiger als eine Rechtsschutzversicherung, die gleichermaßen für Privat-, Berufs-, Miet- und Verkehrsrecht gilt - und mit mehreren hundert Euro zu Buche schlägt.  

Die Tester stellten in ihrer Untersuchung fest, dass mehrere Fahrzeuge zu versichern nicht teurer sein muss, als nur eines. Zudem sind auch die für "gut" befundenen Tarife empfehlenswert und dennoch deutlich günstiger als die "sehr guten".  

Im Streitfall kommt die Verkehrsrechtsschutzversicherung für die Kosten des eigenen und des gegnerischen Anwalts auf. Und sie trägt auch die Kosten für das Gericht und gerichtliche Gutachten. Die Versicherung macht durchaus Sinn, liegt der Streitwert für einen 1000 Euro teuren Blechschaden doch schon erstinstanzlich bei 770 Euro. In zweiter und dritter Instanz steigert sich der Betrag auf 1560 beziehungsweise 2600 Euro - ohne eventuell notwendige Gutachterkosten. Sollte der Fall außergerichtlich geklärt werden können, trägt die Police dennoch die Anwaltskosten. 

Testsieger bei den Tarifen für Familien mit einem Fahrzeug sind unter anderem "Advocard" (sehr gut/118 Euro jährlich mit 150 Euro Selbstbehalt) sowie "Allrecht/Deurag" (sehr gut/109 Euro jährlich mit 150 Euro Selbstbehalt). Mit mehreren Fahrzeugen liegt die "DEVK" (sehr gut/93 Euro jährlich mit 150 Euro Selbstbehalt) und die "Deurag" (sehr gut/99 Euro jährlich mit 150 Euro Selbstbehalt) vorn.

Für Alleinstehende mit einem Fahrzeug, machen die "Rechtsschutzunion/Alte Leipziger" (sehr gut/54 Euro jährlich mit 150 Euro Selbstbehalt) und die "Deurag" (sehr gut/69 Euro jährlich mit 150 Euro Selbstbehalt) das Rennen. Genau wie bei Versicherten ohne Fahrzeug (56 beziehungsweise 36 Euro Jahresbeitrag - mit 150 Euro Selbstbehalt).          

Quelle: n-tv.de

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