Ratgeber

Beförderung als "größter Witz"Wer lästert, fliegt raus

21.05.2010, 16:09 Uhr

Zweifel an der Führungskompetenz von Vorgesetzten äußert man besser nicht im Kollegenkreis. Das musste jetzt auch ein Frankfurter Manager lernen, der öffentlich über andere Mitarbeiter hergezogen war.

Ehrverletzende Bemerkungen über Kollegen oder Vorgesetzte können grundsätzlich eine fristlose Kündigung eines Arbeitnehmers rechtfertigen. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor.

Die Richter wiesen damit im Eilverfahren den Antrag eines gekündigten Mitarbeiters bei einem Finanzdienstleister auf sofortige Weiterbeschäftigung zurück (AZ 7 Ga 33/10). Neben zahlreichen anderen Spannungen hatte der Manager die Beförderung zweier Kolleginnen zu Vorgesetzten vor anderen Mitarbeitern als "größten Witz" bezeichnet und ihnen jegliche Führungskompetenz abgesprochen.

Die Geschäftsleitung reagierte auf diese Bemerkungen mit der Kündigung. Laut Urteil stellt das Verhalten des Angeklagten eine "erhebliche Störung des Betriebsfriedens" dar, der zum Ausspruch einer Kündigung berechtige. Die von "Neid und Missgunst" getragenen Äußerungen seien von dem Unternehmen auf gar keinen Fall hinzunehmen.

Quelle: dpa